weather-image
Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg widerspricht Äußerungen von Thomas Knickmeier

Standort von Hochwasser unbeeinflusst

Vehlen/Stadthagen. Die Geschäftsführung der Krankenhausprojektgesellschaft Schaumburg unter Claus Eppmann und Ralph Freiherr von Follenius hat den jüngsten Äußerungen von Thomas Knickmeier als Vertreter der Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Schaumburg e.V.“ am gestrigen Donnerstag in einer Pressemeldung widersprochen.

270_008_6381357_oEinspruch3005.jpg

Wie berichtet, hatte der Landschaftsschützer behauptet: „Die Aue hat Teile des Überschwemmungsgebietes zwischen Ahnsen und Vehlen überflutet. Teilweise trat das Wasser auf die Planfläche des Klinikums Schaumburg über.“ (LZ/SZ vom 29. Mai). Doch „die Darstellung, dass das zukünftige Klinikgelände vom Regen überschwemmt sei“, ist nach Aussage der Projektierer „inhaltlich und fachlich falsch“.

Das abgebildete Foto zeige die Bodenmulde, welche die archäologische Grabung hinterlassen habe. Im Hintergrund seien die Oberbodenhalden auf dem Foto gut zu erkennen. „Da dort der Oberboden nicht wieder angedeckt wurde“, so die Pressemitteilung weiter, „ergab sich eine kleine Mulde, die bei den starken Regenfällen mit Regenwasser vollgelaufen ist“. Dies sei bei den derzeitigen Niederschlägen in jeder Senke oder Mulde sowohl auf landwirtschaftlichen Flächen als auch in Privatgärten der Fall.

Außerhalb dieser baubedingten Mulde sei die Ackerfläche jedoch fast vollständig ohne sichtbare Oberflächenwasseransammlung. Die Geschäftsführung: „Nur an dem tiefsten Punkt des Baugeländes hat sich – wie überall am tiefsten Punkt – das Wasser gesammelt, bis es über die vorhandenen Gräben wieder abfließt.“ Fazit für die Projektierer: Das Foto sei irreführend und die Fläche nur, wie aktuell alle Flächen, vom Regen stark vernässt.

Demgegenüber zeigten die im Internet veröffentlichten Fotos von Knickmeier das angeführte Hochwasser der Bückeburger Aue. Diese Fotos zeigten das gesetzliche Überschwemmungsgebiet der Aue, nicht jedoch das Baugelände. Nur wenige Fotos zeigten die archäologische Baustelle sowie die jeweilige Oberflächenwasseransammlung am Tiefpunkt des Baugeländes.

Das in den Fotos dargestellte Überschwemmungsgebiet werde vom Baugebiet des Klinikums in keiner Weise tangiert.

Abschließend hält die Projektgesellschaft – „wie fachgutachterlich umfassend nachgewiesen und bestätigt“ – fest, dass:

das Baugebiet bei Niederschlägen jeglicher Dimension kein besonderes Problem habe,

das Baugebiet außerhalb des gesetzlichen und des tatsächlichen Überschwemmungsgebietes der Bückeburger Aue liege,

das Grundwasser im Bereich des Baugebietes abhängig von Niederschlag und Jahreszeit stark schwanke und auch mal kurzzeitig sehr hoch anstehen könne,

auch in den tiefsten Grundstückslagen kein „Moor“ vorhanden sei, sondern nur ein staunasser sogenannter Gley-Lehmboden.

„Eine intensive landwirtschaftliche Nutzung“, so die Geschäftsführung, „wäre sonst über die letzten 100 Jahre dort nicht möglich gewesen“.

Ergänzend weisen die Projektierer darauf hin, dass die naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen (für die Straße und das Klinikum) an der Bückeburger Aue das Flussbett auf einer Länge von über 800 Metern erheblich aufweiten würden und erst dadurch eine natürliche Gewässerdynamik ermöglicht werde. tw



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt