weather-image
Feuerwehrbedarfsplan sieht gute Mitgliedersituation

Standort Brockensen soll erhalten bleiben

BROCKENSEN. Das Stichwort „Feuerwehrbedarfsplan“ hatte Ortsbrandmeister Carsten Wessel in seiner Liste mit der Überschrift „Aktuelle Themen, die uns besonders bewegen“ ganz oben notiert.

V. li.: Carsten Wessel, Andreas Grossmann, Uwe Hellert, Sven Sauermann, Holger Schramm, Katharina Sauermann, Dr. Dieter Hartmann, Malte Pahl, Christian Wittkopp, Stefan Böse und Rolf Keller. FOTO: saw
Sabine Weiße (saw)

Autor

Sabine Weiße Reporterin

Auch wenn dieses „hochwichtige Dokument“ für die Wehr Brockensen in einigen Punkten Defizite – insbesondere sicherheitsrelevante in puncto Umzieh- und Ausfahrregelung im Gerätehaus – auflistet, so stieß vor allem die vor mehr als 40 Anwesenden vorgetragene Schlussempfehlung des Gutachters auf zufriedene Mienen. „Der Standort Brockensen sollte aufgrund der guten Mitgliedersituation erhalten bleiben“, zitierte Wessel aus dem Feuerwehrbedarfsplan. Diese positive Einschätzung, von unabhängiger Stelle schwarz auf weiß dokumentiert, prägte die Stimmung des Abends. Ehrungen und Beförderungen bildeten den Höhepunkt der Hauptversammlung, an der zahlreiche Vertreter der Feuerwehrführung, aus Kommunalpolitik und Verwaltung teilnahmen.

Urkunde und Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes übergab Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke an Uwe Hellert und Dr. Dieter Hartmann für 40 Jahre währendes Engagement im Dienste des Feuerlöschwesens. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurde Hans-Heinrich Grave ausgezeichnet. Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann beförderte den stellvertretenden Ortsbrandmeister Stefan Bös zum 1. Hauptlöschmeister, Sven Sauermann und Malte Pahl zu Hauptfeuerwehrmännern sowie Katharina Sauermann zur Oberfeuerwehrfrau und Christian Wittkopp zum Feuerwehrmann.

21 Männer und Frauen – davon sieben Atemschutzgeräteträger – leisten ihren ehrenamtlichen Dienst. Die Altersabteilung zählt 12 Mitglieder, dazu kommen 19 Förderer, sodass die Wehr Brockensen aktuell 52 Mitglieder zählt. Siebenmal wurden die Brandschützer 2017 alarmiert. Die Einsatzstichworte lauteten Schornsteinbrand, Ölspur, Hochwasser, unklare Rauchentwicklung, brennender Rasenmähertrecker und Wohnhausbrand in Emmern. „All diese Einsätze zeigen, dass auch wir als kleine, aber professionelle Ortswehr ein sehr wichtiger Bestandteil der Gemeindefeuerwehr Emmerthal sind“, so Carsten Wessel. Die Beteiligung an den Diensten lag „im grünen Bereich“, so der Ortsbrandmeister, der die internen Monatsübungen sowie Übungsabende mit der Stützpunktwehr Börry in Erinnerung rief. „Leider übten wir mit den anderen Nachbarwehren im Ilsetal zu wenig. Wir arbeiten an einer Verbesserung.“ Zur Sprache kam der 1. Platz beim Hämelschenburger Kuppelcontest sowie das breite Spektrum an Aktivitäten zur Pflege der Dorfgemeinschaft: die Ausrichtung des Osterfestes, Wanderungen, die Beteiligung am Ortsratspokalschießen, am Volkstrauertag und am Tauziehen in Börry sowie eine Busfahrt nach Bremerhaven. Breiten Raum nahm der Feuerwehrbedarfsplan in den Grußworten der Ehrengäste ein.

So forderte Andreas Grossmann, Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal, alle Beteiligten dazu auf, „das Papier auch als Chance zu sehen, selbst wenn manches Ergebnis der einen oder anderen Feuerwehr nicht gefällt“. Es gäbe niemanden, der aktiv eine Feuerwehr schließen wolle.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt