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Reaktion auf Absage durch Bürgermeister

Stadtmarketing: Initiative aufgelöst

Bad Münder (jhr). Die Mitglieder der Stadtmarketing-Initiative haben gestern einen Strich unter ihr Engagement gezogen und lösen ihre Gruppe auf. Mit ihrer Enttäuschung über die aus ihrer Sicht völlig überraschende Absage durch Bürgermeister Hartmut Büttner halten sie allerdings nicht hinterm Berg: „Es fehlt am ernsthaften Reformwillen, nicht an den Finanzen“, stellen sie heraus.

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Im Gespräch mit dieser Zeitung stellten sie gestern Nachmittag ihre Position dar, und die ist von Unverständnis geprägt: „Die sehr erfreuliche Ansage Büttners ,Stadtmarketing ist Chefsache‘ wurde offensichtlich so eigenwillig verstanden, dass nicht einmal die Fraktionen des Rates in diese Absage eingebunden wurden. Denn es war allgemeiner Konsens, dass mit den Parteien der Dialog über das künftige Stadtmarketing fortgesetzt werden sollte“, erklärt Initiative-Mitglied Hermann Wessling.

Erst am 14. Juni habe die Initiative dem Bürgermeister modifizierte Vorschläge für ein verändertes Stadtmarketing zukommen lassen, nachdem sich in der Diskussion abgezeichnet habe, dass das ursprüngliche Reformkonzept aus finanziellen Gründen aktuell nicht realisierbar sei. Für eine Antwort auf diesen neuen „pragmatischen Einstieg“, mit einem Acht-Punkte-Plan versehen, seien die Mitglieder der Gruppe auf einen Zeitpunkt nach der Mitgliederversammlung der Wirtschaftsvereinigung vertröstet worden.

„Dieser Plan für einen Stadtmarketingrat hätte zunächst nur einen Finanzbedarf von 10 000 Euro vorgesehen, der aus den Rücklagen der Wirtschaftsvereinigung ohne Weiteres hätte finanziert werden können – zumal die angestrebten Projekte den Zielen der Wirtschaftsvereinigung sicherlich entsprechen würden“, stellt Peter Nehmann, ehemaliger WV-Vorsitzender, heraus. Wie seine Mitstreiter, neben Wessling auch noch Rainer Jacob und Anja Zebahl, sieht Nehmann den Grund für die Absage an die Reform daher nicht in fehlenden Finanzen, sondern: „Eindeutig in der fehlenden Bereitschaft und der notwendigen Entschlusskraft, mutige Schritte der Veränderung nach vorn zu tun“ – deutlicher Vorwurf in Richtung Büttner. Zu verantworten hätten die vertane Chance aber auch die, die sich für ein unverändertes „Weiter so“ entschieden haben. „Der Runde Tisch Stadtmarketing, der seit fast einem Jahr nicht mehr getagt hat und nun wieder belebt werden soll, hat sich bereits in der Vergangenheit als ineffektiver Debattierklub erwiesen. Gerade deshalb sollte er von einem ehrenamtlich tätigen, aber professionell arbeitenden Projektmanagement abgelöst werden“, finden die Initiativ-Mitglieder deutliche Worte. Nach einem Jahr engagierter Arbeit und der Vorstellung des Konzeptes bei Vertretern von Industrie, Politik, Bildungseinrichtungen und Ärzteschaft gelte es nun auch, das eigene Gesicht zu wahren: „Wir sind erst dann wieder zum Dialog bereit, wenn ein nachhaltiger Wille zur Reform glaubwürdig erkennbar ist.“



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