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Fußgängerzone spürt Konkurrenz

Stadt-Galerie - Händler mit dem Start zufrieden

Hameln (kk). Es wird gebaut, gehämmert und umgezogen. Wer in die Hamelner Innenstadt geht, merkt: Hier ist vieles im Umbruch. Am Tag 18 der Stadt-Galerie zeigt das Zentrum noch nicht sein endgültiges Gesicht. Trotzdem ist Zeit für eine erste Bilanz in und um das Einkaufscenter. Auf die Stadt-Galerie sind viele Menschen neugierig. Die Stadtwerke verzeichnen seit der Eröffnung morgens und mittags einen enormen Zulauf in ihren drei Innenstadt-Parkhäusern.

Die Center-Managerin Andrea Hegenbarth ist mit der Besucherfrequenz auch nach den Osterferien zufrieden. So wie auch die meisten Händler in der Stadt-Galerie. "Der Verkauf läuft viel besser als früher in unserem ehemaligen Geschäft in der Bäckerstraße", erklärt zum Beispiel Bilge Emiroglu aus der Filialleitung des Modegeschäfts Stilkontor. Ob bei Parpatt Optik, Yves Rocher oder Douglas - mehr Laufkundschaft als in derFußgängerzone spüren sie alle. "Einige Kundinnen lassen sich jetzt auch mal zwischendurch die Wimpern färben", erzählt Karina Bloomfield, Kosmetikerin bei Yves Rocher. "Wir erreichen hier im Center viel mehr Kunden als draußen im Multi markt", bestätigt Ringo Weigelt, Filialleiter der d&m- Drogerie, die nun erstmals in der Hamelner Innenstadt vertreten ist. Neu für ihn, die anderen Händler und auch die Kunden sind die langen Öffnungszeiten des Einkaufscenters. "Wer in Ruhe einkaufen will, kann das am besten zwischen 18 und 20 Uhr", sagt Weigelt. Denn ab 18 Uhr, wenn die Geschäfte in der übrigen Innenstadt mehrheitlich schließen, wird es - so die Ansicht vieler Händler - auch im Center ruhiger. "Egal, wie lange wir öffnen. Die letzte Stunde ist immer die schwächste", erklärt An drea Hegenbarth. "Schlechte Luft, viel Ge- dränge" - das hat Petra Schaper von ihren Kunden über die Stadt-Galerie schon gehört. Die Verkäuferin arbeitet bei Intersport Kolle direkt gegenüber der Stadt-Galerie und begrüßt täglich viele Kunden, die vorher im Einkaufscenter waren. "Die Nähe zur Stadt-Galerie ist ein Pluspunkt", findet Corana Zimmermann - die Filialleiterin von Ahrens Einrichtungshaus "Home& Garden" sieht mehr Besucher als sonst durch die Ritterstraße ziehen. "Wir überlegen sogar, ob wir uns am Wochenende mit den Öffnungszeiten ein bisschen an passen", berichtet sie. Wenn schon mehr potenzielle Kunden an seinem Lederwarengeschäft in der Ritterstraße vorbeikommen, versucht Burkhard Böttcher sie mit reduzierten Preisen zu locken. "Wir sind ganz zufrieden", zieht der Geschäftsinhaber seit Eröffnung der Stadt-Galerie Bilanz. Profit in den Seitenstraßen um das Einkaufscenter, Ernüchterung in den Geschäften an der Oster- und Bäckerstraße? "Man merkt schon, dass es bei uns jetzt ruhiger ist. Das Einkaufscenter lockt. Unsere Filiale in der Stadt-Galerie hat uns in den letzten Wochen die Hälfte der Kundschaft weggenommen", sagt Martina Bödeker vom Süßen Kaufhaus, das im Center unter Hussel firmiert. Die neue Konkurrenz in der Stadt-Galerie merkt auch die Drogerie-Kette Rossmann. "Wir spüren es schon deutlich, vor allem in unserer Filiale an der Bäckerstraße. Schon aufgrund der kleinen Fläche von 300 Quadratmetern ist dieses Geschäft der Stadt-Galerie nicht gewachsen", erklärt Rossmanns Pressesprecher Stefan Klose. Bettina Dreyer betreibt zwei arko-Geschäfte: eines in der Innenstadt und eines in der Stadt-Galerie. Sie meint: "Stadtgalerie und Innenstadt - das Team muss sich erst einspielen."



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