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Völksen: Sprachprobleme in der Schule nicht nur Problem in Bad Münder – Auseinandersetzung angeregt

Stadtelternrat fordert dauerhafte Lösung

Bad Münder (jhr). Ein Schreiben in guter Absicht – und nur wenig Resonanz: „Enttäuscht“ und „traurig“ reagiert die mündersche Stadtelternratsvorsitzende Anja Völksen auf die verhaltenen Reaktionen auf den Vorstoß ihres Gremiums. Das hatte sich mit der „Bitte um Unterstützung zur Schaffung einer dauerhaften Lösung für Migranten ohne Deutschkenntnisse im schulpflichten Alter“ an verschiedene Institutionen in Stadt, Kreis und Land gewandt.


Hintergrund des Schreibens: Seit Juli leben in Bad Münder sieben Familien aus Rumänien, überwiegend aus Bukarest. Die meisten der 44 Kinder im schulpflichtigen Alter verfügen über keinerlei Deutschkenntnisse (NDZ berichtete), was nach Ansicht der Schulelternratsvorsitzenden dazu führt, dass Probleme im Schulalltag vorprogrammiert sind. „Für Bad Münder wurde dank des Einsatzes der betroffenen Schulleiter und der Landesschulbehörde eine schnelle und für alle Beteiligten gute Lösung gefunden. Diese Lösung ist allerdings erst einmal zeitlich begrenzt“, sagt Völksen. In speziellen Kursen kümmert sich eine Lehrerin an KGS und Grundschule Bad Münder um die Sprachvermittlung.

„Unser Streben ist eine dauerhafte Lösung – nicht nur für Bad Münder, sondern für alle betroffenen Kommunen“, erklärt die Stadtelternratsvorsitzende den Brief, mit dem unter anderem Stadtrat und Kreistag, Integrationsbeauftragte und Landeselternrat, Landtagsabgeordnete und Landesschulbehörde auf die Problematik hingewiesen wurden. „Aus unserer Sicht müssen in allen Kommunen Stellen geschaffen werden, die sich flexibel und umgehend um solche Problemstellungen kümmern können“, regt Völksen an – und verweist darauf, dass die schnelle sprachliche Integration der Kinder auch „weitreichend positive Effekte auf den gesamten Integrationsprozess aller Familienmitglieder“ habe.

Geantwortet haben Völksen bislang lediglich der Landkreis, der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann und der Vorsitzende des Landeselternrates – für Völksen ein unbefriedigendes Ergebnis: „Es geht schließlich um eine tragbare Lösung im Sinne aller schulpflichtigen Kinder“.



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