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Stadt zahlt mehr für Findeltiere

Bad Münder/Hameln. Der Tierschutzverein Hameln will für die Pflege von Fundtieren mehr Geld von den Städten und Gemeinden – auch Bad Münder steht mit den Tierschützern aktuell in Verhandlungen. Zum 1. Januar soll ein neuer Fundtiervertrag abgeschlossen werden. Über die jährlichen Mehrbelastungen, die dadurch auf die Stadt zukommen, lasse sich momentan noch keine Aussage machen, heißt es seitens der Verwaltung.

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Das Tierheim habe unter ständiger Armut gelitten und „das Damoklesschwert der Insolvenz hat im vergangenen Jahr über ihm gehangen“, sagt Ralph Kempe vom münderschen Ordnungsamt. Zu groß sei für die Tierschützer der finanzielle Aufwand geworden, der bei einer steigenden Zahl von aufgefundenen Hunden und Katzen vom Fundbüro für Vierbeiner aufzubringen ist.

Im Tierheim an Hamelns Klütstraße können herrenlose Vierbeiner aus dem gesamten Kreisgebiet abgeliefert werden. Da Tiere vor dem Gesetz Sachen sind, die dem Fundrecht unterliegen, ist ihre Unterbringung nach dem Aufsammeln auf der Straße eigentlich Aufgabe der Gemeinde, in deren Bezirk das Tier zugelaufen ist. Um sich von dieser schwierigen Aufgabe zu entlasten, haben Hameln-Pyrmonts Kommunen im Dezember 1986 alle einen gleichlautenden Vertrag mit dem Tierschutzverein Hameln-Pyrmont und Umgebung abgeschlossen. Hiernach übernahmen die Kommunen für im Tierheim untergebrachte Tiere aus ihrem Gebiet die Kosten für maximal 28 Tage mit einer Pauschale. Danach war das Tier Eigentum des Tierheims und damit auch ein Kostenfaktor für deren Vereinskasse.

Mit dieser Pauschale waren die wirklich anfallenden Kosten für die Fundtier-Unterbringung nicht zu bestreiten. Vor allem die Tierarztrechnungen ließen die Kosten aus dem Ruder laufen. Der Tierschutzverein hat aus diesem Grunde den alten Vertrag mit den Kommunen fristgerecht zum Ende dieses Jahres gekündigt. Nach Beratungen unter Moderation des Veterinäramts des Landkreises einigten sich Tierschutzverein und Kommunen auf einen neuen Entwurf des Fundtiervertrages. „Dieser Vertragsentwurf soll nun im Verwaltungsausschuss beraten werden“, erklärt Kempe.

Nach dem neuen Vertrag trägt die Stadt die Kosten für längstens sechs Monate – einschließlich Tierarzthonorare und Kosten für die Vermittlung der Tiere. Bisher hat die Stadt, so Ordnungsamtsmitarbeiter Kempe, etwa 5000 bis 6000 Euro jährlich an das Tierheim überwiesen.col



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