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Stadt will neue Drehleiter bestellen

BAD MÜNDER. Der größte Einzelposten im Zehn-Jahres-Finanzierungsplan der Stadt für Feuerwehrfahrzeuge: die Neuanschaffung eines Drehleiter-Fahrzeugs. Mit rund 700 000 Euro Anschaffungskosten wird gerechnet – und in diesem Jahr will die Stadt das Verfahren dazu starten.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Dass eine neue Drehleiter einige Wochen nach Bestellung in der münderschen Garage stehen kann, darf dabei nicht erwartet werden. Zunächst muss ein Leistungsverzeichnis erstellt werden, in dem die Stadt die Ausstattung des Einsatzfahrzeuges definieren muss. Dann muss sie eine Ausschreibung starten, die bei der Höhe der erwarteten Kosten in einem EU-weiten Vergabeverfahren münden wird. Schließlich wird das Unternehmen, das den Zuschlag erhält, der Stadt einen Liefertermin nennen, gültig ab dem tatsächlichen Bestelldatum. Nach aktuellem Stand kann der, so Fachdienstleiter Tobias Pischel, durchaus 18 Monate betragen.

Dass die Drehleiter der Feuerwehr in diesem Jahr das Ende ihrer erwarteten Laufzeit erreichen wird, ist Stadt und Feuerwehr bereits länger bekannt und auch einer der Gründe, warum sich Kämmerer und Stadtkommando 2017 zusammensetzten, um ein Konzept zu entwickeln, wie die finanziellen Herausforderungen für notwendige Investitionen in den Brandschutz und den Feuerwehrbedarf in den kommenden Jahren gemeistert werden können. Für das Jahr 2019 steht neben der Ersatzbeschaffung für die im Jahr 1994 in Betrieb genommene Drehleiter auch noch der Kauf eines Mittleren Löschfahrzeugs (MLF) für die Feuerwehr Flegessen an – geschätzter Kostenrahmen: rund 220 000 Euro. Es soll das 1989 angeschaffte Löschfahrzeug ersetzen.

Für gleich drei im vergangenen Jahr angeschobene Neuanschaffungen laufen derzeit die Verfahren. Angeschafft werden fünf Mannschaftstransportwagen. Ursprünglich war die Anschaffung von gleich sechs Fahrzeugen vorgesehen, doch das Ausschreibungsergebnis ergab deutlich höhere Kosten als der Ansatz der Verwaltung hatte erwarten lassen. Eine Option für den Kauf eines sechsten Fahrzeugs hat sich die Stadt einräumen lassen.

Für die Ortswehren Beber und Brullsen sieht das Konzept der Feuerwehr die Neuanschaffung von Tragkraftspritzenfahrzeugen vor. Vergleichsvorführungen unterschiedlicher Anbieter haben bereits stattgefunden, noch in diesem Monat wird die Auftragsvergabe erwartet.

Wichtig für die Ausstattung der städtischen Feuerwehr ist auch die Anschaffung eines in Eimbeckhausen stationierten Löschgruppenfahrzeugs, das als Fahrzeug des Katastrophenschutzes angeschafft und vom Bund mitfinanziert wird. Verabschieden musste sich die Stadt dabei von ihrem Vorhaben, das Fahrzeug mit einem Hilfeleistungssatz auszurüsten. Der soll nun mit einem Tanklöschfahrzeug für die Ortsfeuerwehr Eimbeckhausen angeschafft werden – das allerdings wird laut Gesamtkonzept Feuerwehr erst im Jahr 2022 gekauft.



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