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Stadt will Kita im Krankenhaus-Gebäude

SPRINGE. Um die größte Not in Sachen Kita-Plätze zu lindern, hat die Stadt ihre Augen nun auch offiziell auf das leer stehende Krankenhausgebäude geworfen: In der früheren Cafeteria könnten zwei Gruppen entstehen – zumindest, bis ein geplanter Kita-Neubau auf dem Festplatz am Hallenbad fertig ist.

Im alten Krankenhaus-Gebäude will die Stadt eine provisorische Kita einrichten. Ob das klappt, ist offen. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Voraussetzung dafür ist: Das Regionsklinikum als Eigentümer gibt sein Einverständnis.

Bürgermeister Christian Springfeld bestätigte gestern entsprechende Überlegungen. Die zuständige Fachbereichsleiterin Hanna Kahle erklärte auf NDZ-Anfrage, es hätten bereits Gespräche und Ortsbegehungen mit Verantwortlichen des Klinikums stattgefunden.

Gespräche mit
Klinikum laufen

Große Teile des Gebäudes stehen seit Herbst 2015 leer – damals war das Springer Krankenhaus geschlossen worden. Eine offizielle Rückmeldung des regionseigenen Konzerns stehe aber noch aus, so Kahle.

Konkret, so die Idee der Stadt, könnten die Räume im Kellergeschoss entstehen. Klingt nur im ersten Moment irritierend: „Die Räume sind wirklich schön und gut geeignet“, sagt Kahle: Sie verfügten über bodenhohe Fenster und den passenden Zuschnitt.

Die Verwaltung arbeitet indes nicht nur in der Kernstadt an Lösungen für den Betreuungsnotstand. Das Thema habe überall Priorität, so Springfeld: „Wenn hier auf einer Akte ‚Kita‘ steht, wird die im Laufschritt transportiert.“ Wichtig sei dabei, die Betreuung so wohnortnah wie möglich zu gestalten: Die Stadt drehe „in jedem Ortsteil jeden Stein um. Es macht auch keinen Sinn, Eltern und Kinder kreuz- und quer durch das ganze Stadtgebiet zu schicken“. Für den Ausbau des Angebots hatte die Stadt das Springer Gebiet in vier Einheiten unterteilt, innerhalb derer jeweils gemeinsam geplant wird.

Für Springe und Altenhagen habe man 13 Optionen für eine neue Kita oder einen Ausbau geprüft. Wie berichtet, ist dabei der Festplatz am Hallenbad als von der Stadt bevorzugte Option herausgekommen – auch wenn er bei einer Bebauung nicht mehr für Veranstaltungen wie das Schützenfest oder das Osterfeuer zur Verfügung steht. Die lange Planungs- und Bauzeit solle mit Übergangslösungen überbrückt werden – wie eben dem Krankenhaus.

Ein weiterer Brennpunkt bleibt dabei der Bereich Völksen und Alvesrode. Allein zwölf Optionen und Angebote habe man mit allen Fachbereichen der Verwaltung gemeinsam geprüft, so Springfeld.

Das Ergebnis davon sei: Gerade die eingegangenen Vorschläge für Gebäude oder Neubau-Flächen scheiterten an den hohen Anforderungen für einen geeigneten Kita-Standort: „Einige sehr vielversprechende Lösungen haben sich nach intensiver Prüfung relativiert.“ Er freue sich, so Springfeld, dass trotzdem weiter Ideen im Rathaus eingingen. Kahle sei nach wie vor optimistisch, dass den Völksener und Alvesroder Kindern und deren Eltern Perspektiven aufgezeigt werden könnten: Dies sei lediglich eine Frage der Zeit.

Für Eldagsen, Alferde, Boitzum, Mittelrode und Holtensen soll, wie berichtet, eine neue Kita entstehen: Ein privater Investor baut dafür ein Haus an der Nordstraße um und vermietet es dann an die Stadt. Insgesamt sind hier ab 2019 zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe geplant. Träger wird die Stadt sein

Im Bereich Bennigsen, Gestorf und Lüdersen seien „erste Meilensteine erreicht“, so Springfeld. Zusammen mit dem DRK als Träger soll die Kita in Gestorf um eine Krippengruppe und eine halbe Kindergartengruppe erweitert werden: „Gespräche mit dem beauftragten Architekturbüro haben bereits stattgefunden.“ Die geplante Waldkita einer Elterninitiative in Lüdersen unterstützte die Stadt ebenfalls.

Neben der durch den Umzug an die Hauptstraße gewachsenen Kita Am Gut in Bennigsen (wir berichteten) soll in der dortigen DRK-Tagesstätte in den kommenden Monaten ein Bewegungsraum fertig werden, die der Aufnahme von fünf weiteren Kindern ermögliche.



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