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Kurhotel-Verkauf: Kaufpreis, Parkplatz-Lösung und Vertragsfrage sind offenbar noch strittig

Stadt will heute mit Investor verhandeln

Bad Münder (mf). Im Rathaus soll heute über Einzelheiten zum Verkauf der alten Kurhotel-Immobilie verhandelt werden. Ein Knackpunkt dürfte dabei vor allem der Kaufpreis sein.


Nach Vorstellungen der Stadtverwaltung soll ein Erlös von rund 300 000 Euro erzielt werden. Ob das hannoversche Bauunternehmen Gundlach sich auf eine Summe in dieser Höhe einlässt, ist aber fraglich, zumal bei früheren Gesprächen mit einem anderen Interessenten offenbar nur von 180 000 Euro die Rede war.

Ein weiterer Verhandlungsgegenstand ist die Übernahme des Schotter-Parkplatzes gegenüber des Kurhotels. Die Verwaltung hat dem jetzigen Investor das Areal zum Kauf angeboten, wie Planungsamtsleiter Karl-Heinz-Knigge bestätigt. „Das bedeutet, der Platz kann, muss aber nicht hinzugenommen werden.“ Knigge macht aber vorsorglich darauf aufmerksam, dass Gundlach auch „für eine Lösung beim ruhenden Verkehr sorgen“ müsse.

Unterschiedliche Auffassungen dürfte es schließlich noch in einem weiteren Punkt geben: Während Gundlach möglichst schnell einen verbindlichen Vertrag mit der Stadt schließen möchte, lehnt die Verwaltung dies bislang ab. „Wir wollen keine zu große Erwartungshaltung wecken“, begründet Knigge. Stattdessen habe man Gundlach ein „Stillhalteabkommen“ vorgeschlagen.

Danach soll das Unternehmen auch ohne förmlichen Vertrag ausreichend Zeit bekommen, ein Konzept auszuarbeiten und Vorverträge mit potenziellen Mietern für das geplante Ärztehaus vorzulegen. „Wir sichern dafür zu, während dieser Zeit nicht mit anderen Interessenten zu sprechen“, so Knigge.

Der Münderaner Dirk Reinecke, der zu den Initiatoren der Ärztehaus-Idee gehört, ist mit dieser Marschroute alles andere als einverstanden: „Es ist nicht mehr nachzuvollziehen, weshalb dieses Projekt derart auf die lange Bank geschoben wird. Wir treten Gundlach damit vors Schienbein.“

Es sei zum Verzweifeln, dass Entscheidungen von einer zur nächsten Sitzung vertagt würden. Nachdem ursprünglich schon in der Ratssitzung am 26. Februar über die Verkaufsmodalitäten hatte beschlossen werden sollen, wurde das Thema kurzfristig auf den 30. April vertagt. Die Politik hatte Gundlach Ende vergangenen Jahres grundsätzlich den Zuschlag für die Kurhotel-Immobilie gegeben.

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