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20 statt 40 Prozent für das Gebäude am Kurpark lautet das Ziel der Verwaltung

Stadt will Beteiligung an Nebenkosten für das Kurmittelhaus halbieren

Bad Münder (st). Bereits seit über zehn Jahren liegt der Verwaltung die Nebenkostenbeteiligung für das Kurmittelhaus schwer im Magen. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung gibt es nun erneute Überlegungen, die Ausgaben zu drücken.


40 Prozent muss die Stadt als Vermieter zurzeit selbst tragen, 60 Prozent zahlt der Mieter, die Awo-Gesundheitsdienste. Diese hatten 1998 das Gebäude nur unter der Voraussetzung übernommen, dass die Stadt einen Teil der Nebenkosten trägt.

Die Verwaltung plant nicht erst seit diesem Haushalt, den Satz auf 20 Prozent zu senken und somit rund 18 000 Euro im Jahr einzusparen. Insgesamt beliefen sich die Kosten in 2007 auf rund 90 000 Euro. Die Awo hatte 54 000 Euro, die Stadt 36 000 zu zahlen.

Noch vor zwei Jahren hatten die Awo-Gesundheitsdienste den Vorschlag mit der Begründung abgelehnt, das Unternehmen würde „gerade so eine schwarze Null“ schreiben. „Die Awo-GSD haben zu Recht auf die baulichen Mängel des Gebäudes hingewiesen“, sagt Bauamtsleiter Karl-Heinz Knigge. Die dadurch entstehenden hohen Nebenkosten seien für den Mieter allein nicht zu bewältigen. Besonders der Gasverbrauch für Heizung und Warmwasser seien enorm. Knigge weist zudem darauf hin, dass diese Splittung der Nebenkosten bereits seit Eröffnung des Kurmittelhauses im Jahre 1980 besteht. „Das ist keine Erfindung der Awo.“

Seit 1998 allerdings ist laut Knigge auch der Mietzins auf einem niedrigen Niveau, da die Stadt im Angesicht einer drohenden Schließung des Kurmittelhauses der Awo Zugeständnisse machen musste. Auch hier führten die Gesundheitsdienste bauliche Mängel ins Spiel.

Neben den Awo-GSD haben zwei Arztpraxen Räumlichkeiten im Kurmittelhaus angemietet – ebenfalls zu einem günstigen Kurs. Ratsherr Helmut Burdorf von den Grünen hat daraufhin den Vorschlag gemacht: „Vielleicht wäre es gerechtfertigter, einfach die Kaltmiete raufzusetzen – auf einen marktüblichen Wert.“

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, die auch das Solebewegungsbad unter die Lupe nehmen soll, will die Verwaltung die Wirtschaftlichkeit des gesamten Kurbetriebes prüfen und erörtern, wie dieser in Zukunft zu führen ist.



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