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Einstimmiges Votum: ASU befürwortet günstigere Variante / Weder ein Sattel- noch ein Tonnendach

Stadt spartüber 200 000 Euro bei Dachsanierung

Obernkirchen (sig). Das gibt es nicht jeden Tag: Die Bergstadt kann voraussichtlich bei der Sanierung des Turnhallendaches der Grundschule deutlichüber 200 000 Euro sparen.Üblicherweise ist das Gegenteil der Fall; denn die geplanten Ausgaben werden häufig nicht eingehalten. Angesichts der Chance, nur etwa ein Drittel der ursprünglich geplanten Kosten aufwenden zu müssen, hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) einstimmig die vom SPD-FraktionschefWilhelm Mevert vorgeschlagene Lösung befürwortet.

Die beiden Jungen haben ihren eigenen Grund zur Freude. Alle Sch

Handlungsbedarf besteht seit längerem, denn in der Vergangenheit gab es durch das nicht mehr intakte Flachdach bereits eine Reihe von Wassereinbrüchen. Solche Schäden verursachen immer wieder zusätzliche und nicht vorhersehbare Ausgaben. Bei einem Ortstermin hatte sich der ASU über die Notwendigkeit der baldigen Abhilfe informiert. Bislang standen zwei Lösungen zur Auswahl an. Für ein flach geneigtes Satteldach hätten rund 360 000 Euro aufgebracht werden müssen zuzüglich der Architektenkosten. Ein Tonnendach hätte rund 335 000 Euro plus Ausgaben für das Architekturbüro erforderlich gemacht. Bei beiden Fällen handelt es um Lösungen, die keine Lichtkuppeln oder Ähnliches enthalten. Diese Beträge sind vom zuständigen Fachbereich geschätzt worden. Bei der Suche nach einer wirtschaftlichen Lösung wurde Wilhelm Mevert fündig. Er berichtete in der jüngsten Sitzung darüber, dass man in Bad Pyrmont einen preiswerteren Weg gefunden habe. Die Dachdämmung sei dort saniert worden, wo es erforderlich war. Die vorhandene Folie wurde belassen, aber eingeschnitten. Darauf wurde eine Dämmungaufgebracht, die ein Gefälle zu den Dacheinläufen aufweist. Den Abschluss bildete wieder eine (jetzt allerdings neue) Folie, die auf ein Glasgittergewebe aufgebracht wurde. Genauso soll jetzt bei der Sporthalle am Kammweg verfahren werden, deren Dach eine Fläche von 1200 Quadratmetern aufweist. Bei dieser Lösung käme die Stadt, so Mevert, mit netto 100 000 Euro aus. Die Dachdecker geben auf ein so geschütztes Dach eine Garantie von 15 Jahren. Damit verbunden ist jedoch ein Wartungsvertrag, der 400 Euro im Jahr kostet. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt durch den zuständigen Fachbereich in den nächsten Monaten, damit im Frühjahr mit den Maßnahmen begonnen werden kann.

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