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Gutachten zum Vorhaben bei Hasperde liegt vor / An der Stadtgrenze wird ein weiterer Stall gebaut

Stadt signalisiert „grünes Licht“ für Maststall

Bad Münder / Hohnsen (jhr/ist). Für den Flegesser Landwirt Dr. Albrecht Brandes und sein Schweinemaststall-Projekt bei Hasperde stehen die Signale auf grün: Die Stadt wird kein Veto gegen das Vorhaben einlegen.

Der neue Maststall bei Hohnsen ist fast fertig – er liegt an der Grenze zum Stadtgebiet und in Sichtweite von Klein Süntel

Die Verwaltung hatte das Einvernehmen von dem Ergebnis eines zusätzlich geforderten Gutachtens zur Geruchsbelastung abhängig gemacht. Im Auftrag des Landwirts waren bereits die zu erwartenden Geruchsimmissionen durch das Maststall-Projekt und eine angrenzende Biogasanlage untersucht worden, die Immissionen eines anderen, bereits bestehenden Schweinemastbetriebes dabei aber nicht berücksichtigt worden. Das neue Ergebnis: Auch unter Berücksichtigung des vorhandenen Betriebes liegen die zu erwartenden Geruchsimmissionen innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte, wie Karl-Heinz Knigge vom Referat für Stadtentwicklung mitteilt. Das bedeutet für Brandes: Auch ohne eine erneute Behandlung des Themas in den politischen Gremien kann er sich, sobald die Genehmigung des Landkreises für das landwirtschaftlich privilegierte Vorhaben im Außenbereich vorliegt, an die Realisierung machen. Geplant ist ein Stall, der im Bereich der Ferkelaufzucht bis zu 936 Tiere und im Bereich der Mast bis zu 1600 Tiere aufnehmen können soll – diese Größenordnung will der Landwirt aber erst im Laufe einiger Jahre erreichen.

Bereits kurz vor der Fertigstellung ist ein Maststall für 1976 Schweine, der derzeit im Dreieck zwischen Hasperde, Hachmühlen und Brullsen errichtet wird – auf Coppenbrügger Gebiet bei Hohnsen und bislang weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Anders als das Projekt von Brandes bei Hasperde fällt dieser Maststall nicht in den Bereich eines privilegierten Vorhabens der Landwirtschaft, weil nur ein geringer Anteil des Futters aus eigener Produktion stammt.

Im Genehmigungsverfahren war Mitte letzten Jahres auch die Stadtverwaltung Bad Münder um Stellungnahme zu dem Vorhaben gebeten worden, Harald Meyer-Achilles vom Referat für Stadtentwicklung hatte sich damals mit dem Projekt beschäftigt. Aus Sicht der Stadt waren Anmerkungen zu Transportwegen und zum Schutz der angrenzenden Hamel mitgeteilt worden. Der Ortsrand von Hasperde ist rund 1200 Meter, der von Hachmühlen etwa 1300 Meter und der von Brullsen ebenfalls rund 1200 Meter vom Stall entfernt. „Mehr Abstand zu einem Ort ist in dem Bereich kaum möglich“, sagt Meyer-Achilles.



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