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Baulückenkatataster: "Wollen Rückhalt beim Neubau entgegenwirken" / Stagnierende Gehälter mögliche Ursache

Stadt lockt: Günstiges Bauland auf 400 Grundstücken

Stadthagen (jcp). In der Kernstadt und den Ortsteilen besteht auf etwa 400 Grundstücken Baurecht. Diese sind im Baulückenkataster dargestellt, das bei der Stadt eingesehen werden kann.

Von den 400 bebaubaren Grundstücken in Stadthagen befinden sich 215 in der Kernstadt, 185 in den Ortsteilen. Mit kommunalen Baugebieten versucht die Stadt schon seit längerem, bebaubare Grundstücke zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. "Am Johannishof" etwa gibt es 30 Grundstücke zwischen 481 und 993 Quadratmetern zu 72 Euro pro Quadratmeter. Die weiteren Gebiete sind "Kloppenburg" - 15 Grundstücke zwischen 660 und 1052 Quadratmetern für 50 Euro pro Quadratmeter in Probsthagen, "Am Helsen- grundbach" in Wendthagen - 15 Grundstücke zwischen 589 und 886 Quadratmetern für 69 Euro pro Quadratmeter und "Im Bergholz" in Obernwöhren. Die Preise der dortigen 30 Grundstücke zwischen 772 und 1353 Quadratmetern Fläche müssen noch ermittelt werden. "Mit dem kommunalen Bauland wollen wir dem deutlichen Rückhalt beim Neubau entgegenwirken", erklärt Bauamtsleiter Manfred Fellmann. Als Beispiel für den "Rück- halt" nennt er das Baugebiet "Obstanger", das seit 2000 zur Bebauung freigegeben, aber bis jetzt "nur zur Hälfte vollgelaufen" sei. Die Gründe dafür seien vielfältig. Ein wichtiger Faktor sei aber mit Sicherheit die Kostenfrage - schließlich hätten die Einkommen in den vergangenen Jahren entweder stagniert oder seien gesunken und auch die steuerliche Abschreibung eines Einfamilienhaus-Baus sei nicht länger möglich. "Genau da setzt die Idee des kommunalen Baulandes an", so Fellmann. Die Stadt trete dabei als Vermittler zwischen Grundstückseigentümern und potenziellen Käufern auf. Sie selbst beziehe keinen Nutzen aus den zustande kommenden Verträgen. Die demografische Entwicklung sei ein weiterer Punkt, allerdings anders, als die meisten sich das denken. "Eine Frage wäre ja: Warum überhaupt Häuser bauen, wenn es demnächst sowieso niemanden mehr gibt, der da wohnen kann?", meinte Fellmann. Überalterung und Nachwuchsmangel würden sich aber aktuellen Berechnungen zufolge spätestens ab 2020 so auswirken, dass "wir" tatsächlich weniger werden. Bis dann und erst recht danach werde zum Beispiel die Frage nach seniorengerechten Wohnungen zunehmen. "Nicht jedes bereits errichtete Haus kann problemlos umgebaut werden, oft würde es horrende Kosten verursa- chen", sagt Fellmann. Auch nach Single-gerechten Wohnungen werde die Nachfrage sicherlich steigen. Informationen zu Baugebieten: (05721) 782187 oder (05721) 78 142.




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