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Bis zu 83 Krippenplätze stehen bereits zur Verfügung / Neue altersübergreifende Gruppe in Beber

Stadt fährt zweigleisig zum Betreuungsziel

Bad Münder (lil). Die Stadt will weiter ihr Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren ausbauen und somit auf den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, der ab 1. August 2013 gültig ist, reagieren. Bund und Länder haben eine durchschnittliche Versorgungsquote von 35 Prozent vorgegeben. Dass diese Zahl örtlich jedoch sehr unterschiedlich sein kann, weiß die zuständige Fachbereichsleiterin Elisabeth Borcherding. „Wir haben schon immer etwas höher gerechnet“, sagt sie.

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In Bad Münder gebe es bereits maximal 83 Krippenplätze in Kitas, da das Betreuungsangebot im Hinblick auf die veränderten Bedürfnisse in den vergangenen Jahren bereits deutlich erweitert worden sei, so Borcherding. Hinzu kommen aktuell vom Landkreis errechnet 20 U3-Plätze in der Tagespflege.

Um den Ausbau von Plätzen für Kinder unter drei Jahren weiter voranzutreiben, setzt die Stadt einerseits auf Umwandlung vorhandener Gruppen und Anbauten an bestehende Einrichtungen, andererseits will das Familienbüro weitere Tagespflegepersonen gewinnen. „In der Summe sind 25 weitere Plätze unsere Zielsetzung bis zum 1. August 2013“, sagt Borcherding.

Als erster Schritt soll in der DRK-Kindertagesstätte in Beber eine zweite altersübergreifende Gruppe eingerichtet werden. Dazu soll die bestehende Vormittags-Regelgruppe zur Gruppe für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahrs bis zur Einschulung umgewandelt werden. Laut Borcherding reichten die fünf U3-Plätze in Beber im laufenden Jahr nicht aus. Für das kommende Kindergartenjahr ist erneut mit mehr Anmeldungen als Plätzen zu rechnen.

Für die Umsetzung einer zweiten altersübergreifenden Gruppe notwendig sind kleinere Umbauten im Sanitärbereich und im Gruppenraum. Außerdem müssen zusätzliche Einrichtungsgegenstände und Materialien für eine altersgerechte Ausstattung beschafft werden. Die voraussichtlichen Kosten dafür betragen 9500 Euro. Aufgrund von Förderungen nach RIK (Richtlinie Investitionen Kinderbetreuung U3) und vom Landkreis bleibt der Stadt ein Eigenanteil von rund 158 Euro. Der Beschlussempfehlung stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Sport und Soziales in ihrer jüngsten Sitzung zu.

Altersübergreifende Gruppen haben den Vorteil, dass Träger flexibel auf den schwankenden Bedarf von U3-Plätzen und Kindergartenplätzen reagieren können. Außerdem sieht Borcherding den pädagogischen Aspekt: In Zeiten immer weniger werdender Großfamilien lernen ältere Kinder frühzeitig den Umgang mit jüngeren. So ist auch in der DRK-Kita am Melkerweg die Errichtung einer altersübergreifenden Gruppe vorgesehen.

Der Bedarf an Tagespflegepersonen besteht weiterhin. Um die Tätigkeit reizvoller zu machen, soll eine Anpassung der Tagessätze im August im Kreistag verabschiedet werden. „In anderen Landkreisen sind die Tagessätze deutlich höher“, weiß Borcherding.



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