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Stadt Bad Münder will Nachbarschaftshilfe vermitteln

BAD MÜNDER. Durch die Verbreitung des Coronavirus werden in den kommenden Tagen immer mehr Münderaner Hilfe von außen benötigen. Dabei kann allerdings nicht jeder Betroffene auf Familienmitglieder oder Bekannte zurückgreifen. Die Stadt will sich ab Montag als Koordinationsstelle für Hilfsgesuche und Angebote anbieten.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

„In Zeiten von Corona und den deutlichen Appellen, soziale Kontakte einzuschränken, müssen alle dazu beitragen, besonders die Risikogruppen zu schützen. Dazu gehören insbesondere ältere Menschen, die allerdings oft auf Hilfe angewiesen sind, wenn auch sie die wichtigen Empfehlungen umsetzen wollen“, erklärt Bürgermeister Hartmut Büttner. Er weiß: Ganz praktische Dinge des normalen Alltags werden dabei ein zusätzliches Problem. Der Einkauf in der Drogerie oder im Supermarkt kann nur selbst erledigt werden, wenn keine Hilfe zur Verfügung steht. Dabei laute der dringende Ratschlag ganz besonders an Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören: Bleiben Sie zu Hause. In vielen Fällen springen Angehörige, Freunde und Nachbarn ein und erledigen die Besorgungen. In der aktuellen Situation sei diese Hilfe wichtiger denn je, stellt Büttner fest und dankt denen, die sich bereits engagieren. „Es ist eine generelle Stärke unserer Gesellschaft, die ältere Generation zu unterstützen. Familien tun das seit jeher und in diesen Zeiten wird auch die Nachbarschaftshilfe immer wichtiger.“

Er kennt Projekte in Dorfgemeinschaften, Kirchen und Sozialverbände, auch die Stadt will Hilfe anbieten. „Ich habe aus dem Stab mit Koordinierungsaufgaben und Strukturen die Rückmeldung bekommen, dass wir mit unseren aufgebauten Strukturen Koordinierungsaufgaben übernehmen können. Also bieten wir das ab Montag, 23. März an. Es soll ein unterstützendes, freiwilliges Angebot sein“, sagt er.

Konkret soll das so aussehen: „Wir bieten an, die ehrenamtlichen Angebote auf Hilfestellung beim Einkauf und der Versorgung mit der Nachfrage der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger zusammenzubringen.“ Büttner weiter: „Für beide Seiten stehen unsere Bürgertelefone zur Verfügung. Wenn Sie Hilfe bereits anbieten oder ab sofort anbieten wollen, rufen Sie an und schildern, wie und wo Sie helfen können. Wenn Sie als älterer Mensch Hilfe brauchen, insbesondere wenn es in diesen schwierigen Zeiten um Ihre Einkäufe geht, rufen Sie ebenfalls an.“

Die Stadtverwaltung wolle mit ihrem Stab versuchen, eine Liste von freiwillig Helfenden für die Erledigung von Einkäufen zu erstellen und älteren Menschen, die sich melden und Einkaufshilfe brauchen, diese Kontakte zu vermitteln. „Selbst einkaufen können wir nicht – aber die Anlaufstelle für beide Seiten, die können wir sein. Vielleicht können wir neben einer Vielzahl von Aufgaben in der gegenwärtigen Krise auch damit ein bisschen helfen“, so Büttner.

Die Bürgertelefone der Stadt sind zu erreichen montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter den Rufnummern 05042/943-188 und -288.




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