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Stadt Bad Münder sucht Politesse oder Hilfspolizist

BAD MÜNDER. Sechs Stunden die Woche – die Stelle, die die Stadt aktuell ausschreibt, fällt unter die Einstufung „Minijob“, und doch sind große Erwartungen an sie geknüpft: Gesucht wird ein neuer Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für die Überwachung des ruhenden Verkehrs, eine Politesse oder ein Hilfspolizist.

Die Einhaltung der Parkdauer wurde in der Vergangenheit nur sporadisch überwacht – das soll sich mit der neuen Stelle ändern. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Die Schaffung und Besetzung einer solchen Stelle war Teil des Ratsbeschlusses, mit dem im vergangenen Monat vorerst ein Schlussstrich unter die Diskussion über die Verkehrssituation in der Innenstadt gezogen wurde. Einer der Punkte, der mit dem Entwurf der Stadtverwaltung mehrheitlich verabschiedet wurde: „Der ruhende Verkehr wird stärker überwacht.“ Dass das in engem Zusammenhang mit personellen Veränderungen in der Stadtverwaltung stehen würde, war in der Diskussion zuvor immer wieder betont worden.

Zwar gehörte die Ahndung von Parkverstößen auch bislang schon in den Aufgabenkatalog der Stadtverwaltung, allerdings wurde sie nicht mit Priorität verfolgt. Das ging so weit, dass von Ratsmitgliedern öffentlich und auch in sozialen Netzwerken Parkverstöße angeprangert wurden, aber nur in Ausnahmefällen Falschparker tatsächlich mit Konsequenzen zu rechnen hatten. Bürgermeister Hartmut Büttner verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen weiteren Aufgaben, die ebenfalls im zuständigen Fachbereich angesiedelt sind – etwa die Organisation von Wahlen, die gerade im vergangenen Jahr und auch schon in diesem Jahr die Mitarbeiter forderten. Büttner sagt aber auch: „Die Überwachung des ruhenden Verkehrs ist auch eine Frage der Sicherheit“ und kündigt Maßnahmen gegen die an, die eine Nicht-Einhaltung der Verkehrsregeln als Kavaliersdelikt sehen. „Es wird Kontrollen auch außerhalb der Bürozeiten der Stadtverwaltung geben“, sagt der Bürgermeister. Wer sich auf die Stelle bewirbt, sollte auch mit Einsätzen am Wochenende und in den Abendstunden rechnen.

Besetzt werden soll die Position mit einem Mann oder einer Frau, der oder die in besonderem Maße in guter körperlicher Verfassung ist. Weitere Punkte aus dem Anforderungskatalog: Psychische Belastbarkeit und Durchsetzungsvermögen, da immer wieder Konfliktsituationen auftreten können. Außerdem: „Die Fähigkeit zu höflichem, jedoch in der Sache bestimmtem Auftreten im Umgang mit Betroffenen“ – und das auch dann, wenn „Verwaltungszwang“ eingesetzt werden muss, um eine Maßnahme durchzusetzen.

Da die Stadt die Aufgabe im Auftrag des Landkreises übernehmen wird, soll der Mitarbeiter zunächst auch bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises auf seine Tätigkeit vorbereitet werden. Rechtskenntnisse werden dabei ebenso vermittelt wie der Umgang mit mobilen Datenerfassungsgeräten.



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