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1600 Fans feiern die Simple Minds im Capitol

Stadion-Hymnen mit Kniefall

„Big Music“ heißt das aktuelle Album der Simple Minds, die, wie bereits im letzten Jahr, ein ausverkauftes Capitol verzeichnen konnten. Nach dem Motto „The same procedure as every year“, wies die Setlist, sieht man von einigen aktuellen Titeln ab, kaum nennenswerte Veränderungen auf.

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Dennoch war es erneut „große Musik“, die Jim Kerr und Co. vorgestern boten. „Musikalische Ausreißer“ suchte man an diesem Abend vergeblich – auch nach 37 Jahren sind sich die Simples treu geblieben. Sicher auch ein Grund mehr, warum die Band seit 2013 mehr Tickets für ihre Shows verkauft, als in jedem anderen Jahr – und das seit 1989. Auch der neue Longplayer blickt zurück, weckt Erinnerungen – ohne jedoch ein typisches Retro-Album zu sein. „Es klingt zeitgenössisch und jung“, erklärte Jim Kerr vor Kurzem in einem Interview.

Als Opener „Let The Day Begin“ – ein Stück aus dem aktuellen Album „Big Music“, das im Oktober 2014 von 0 auf 16 in die deutschen Charts einstieg. Als dritter Titel erklingt mit „Stars Will Lead The Way“ ein Song, der oft den großen Run an den Biertresen einläutet. Seit 2010 wird der Krombacher-TV-Spot mit dem Gitarren-Riff dieses Liedes unterlegt.

„Wunderbar Hannover“ – bedankt sich Kerr für den enthusiastischen Jubel, der ihm und seiner Band bereits in der Aufwärmphase entgegengebracht wird. In einer Akustik-Version performt Kerr „Home“, wird dabei von der Multi-Instrumentalistin Catherine Anne Davies begleitet. Sie ist als „special guest“ im ersten Teil des Konzerts dabei und singt später am Piano „Rivers Of Ice“.

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  • Der schon fast obligatorische Kniefall vor den Fans.
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„La la la la la la la la la la la la la la la la la la – when you walk on by and you call my name“ – da ist er endlich, der Song, der mit seinem „Lalala“-Chorus zur ultimativen Stadion-Hymne avancierte und die Simple Minds 1985 weltweit an die Chartspitze katapultierte. Insbesondere bei „Don’t You“ (Forget About Me) sucht der 55-jährige Frontmann die Nähe des Publikums, lässt es den Song mitsingen, schüttelt Hände und nimmt die wohlgemeinten Ovationen dankend entgegen. Mit seinem Gitarristen Charlie Burchill demonstriert der gebürtige Glasgower musikalische Einigkeit à la Jagger/ Richards, kündigt während des Konzerts immer wieder die Soli seines langjährigen musikalischen Weggefährten an. Mit dem bekanntesten Hit der Simple Minds endet die erste Halbzeit.

Nach einer kurzen Pause eröffnet Sarah Brown die zweite Spielhälfte mit „Book Of Brilliant Things“ und „East At Easter“, zwei Songs aus dem „Sparkle In The Rain“-Album, die zweite Spielhälfte. Seit 2009 gehört die Sängerin zur Stammbesetzung der Simple Minds und setzt mit ihren Solo-Parts im Rahmen der Liveshows stimmgewaltige Akzente.

„Very scottish“ – im Jackett mit typischem Schottenmuster gibt Kerr weiter Gas und rockt sich mit Titeln wie „Once Upon A Time“, „Someone Somewhere In Summertime“ oder „Big Music“ in die Verlängerung, die mit „Spirited Away“ eingeläutet und wenig später mit „Alive And Kicking“ abgepfiffen wird.

In drei Jahren feiert eine der besten Live-Formationen ihr „40th Anniversary“ – wir hoffen, dass dann ein Teil der Geburtstagsfeier auch in Hannover stattfindet.



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