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Arbeitsreiches Jahr für die Bürgerhilfe am Ith / Vor zehn Jahren gegründet

Stachel sitzt noch tief

OLDENDORF. Die Jugendwerkstatt in Oldendorf war wieder gut mit zahlreichen Ehrenamtlichen besucht, als sich dort die Mitglieder der Bürgerhilfe am Ith zur Jahreshauptversammlung trafen.

Der Vorstand der Bürgerhilfe am Ith mit Salzhemmendorfs Bürgermeister Clemens Pommerening. FOTO: GÖK

Stellvertretend für den Vorstand gab der Vizevorsitzende Gerd Glenewinkel den Jahresbericht für den Verein, der vor knapp zehn Jahren in Salzhemmendorf gegründet worden war, um einen Ausgleich in der Gesellschaft zu schaffen. In den letzten Monaten standen die Tafeln in Deutschland aufgrund der Umstände in Essen in der Diskussion. Positiv war aus Sicht von Glenewinkel, dass damit das Ehrenamt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde. Probleme wie in Essen sind in Lauenstein bei der Lebensmittelausgabe so nicht vorhanden, wobei das Verhältnis in Lauenstein aber auch ein anderes ist. „Ansprüche sind aber auch hier oft vorhanden und das Wort Danke gerät in den Hintergrund.“

Im Warentransport, der Aufbereitung oder der Ausgabe von Lebensmitteln und im Kleiderladen engagieren sich hier 50 Ehrenamtliche, was gar nicht hoch genug anerkannt werden kann“, so Glenewinkel.

Umso enttäuschter waren die Ehrenamtlichen auch darüber, dass nicht alle das Ehrenamt zu schätzen wissen und vergangenes Jahr ärgerlicherweise die Kasse der Lebensmittelausgabe gestohlen wurde. „Das hat uns zurückgeworfen und war ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen“, erklärt Glenewinkel. Der materielle Schaden hielt sich mit 84 Euro in Grenzen, doch der Stachel sitzt bei der Bürgerhilfe immer noch tief. Aufgrund des Vorfalls wird in diesem Jahr keine Weihnachtsfeier für Bezieher in der Lebensmittelausgabe stattfinden und es werden auch keine Einkaufsgutscheine verteilt. Nächstes Jahr will der Verein dann neu darüber entscheiden. Dieses Jahr sieht man die Umsatzsteigerung der Kleiderläden als dringlichste Aufgabe. Mithilfe der Kleiderläden kann die Unterdeckung im Lebensmittelbereich etwas ausgeglichen werden. Glenewinkel stellte klar, dass die Kleiderläden von jedem interessierten Bürger genutzt werden können.

Stabil geblieben ist die Zahl der Vereinsmitglieder, die sich mit 93 Mitgliedern noch steigerungsfähig zeigt. Nach wie vor wird der Verein von 15 Lebensmittellieferanten aus der Region unterstützt, wobei die Ehrenamtlichen die Lebensmittel zwischen Coppenbrügge, Nordstemmen, Salzhemmendorf und Sarstedt abholen. Unverständlich ist für den Vorstand, weshalb Obst für die Grundschulen von der Landesregierung bezahlt wird, während in den Kindergärten die Bürgerhilfe einspringt. Durchgeführt wurde letztes Jahr auch wieder die Ranzenaktion für Schulanfänger aus einkommensschwachen Familien sowie die Weihnachtsaktion und die Teilnahme an den Projekttagen der KGS. Sehr gut liefen auch die Tütenaktionen, wo zahlreiche Bürger für die Lebensmittelausgabe spendeten. Derzeit versorgt der Verein in der Lebensmittelausgabe etwa 100 Bezieher, hinter denen stehen Familien also rund 240 Menschen. Das ist eine geringere Anzahl als im vergangenen Jahr, da auch die Flüchtlingszahlen zurückgegangen sind. Derzeit sind etwa 20 Prozent der Bezieher Flüchtlinge und deren Familien. Von den Beziehern kommen insgesamt etwa 80 Prozent aus Salzhemmendorf und 20 Prozent aus Coppenbrügge.

Für dieses Jahr ist die Teilnahme am Bürgerfest am 26. Mai geplant, wobei das Kühlfahrzeug präsentiert werden soll und man noch einige Mitglieder werben möchte. Fest eingeplant ist auch eine Teilnahme am Kinderfest am 30. Juni im Naturerlebnisbad.

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand besteht so weiterhin aus der Vorsitzenden Gabriele Ehle, dem Stellvertretenden Vorsitzenden Gerd Glenewinkel, Schriftführerin Christiane Lampen, Schatzmeister Claus-Peter Willems sowie den Beisitzern Werner Buchmann, Karin Engelbrecht, Edeltraud Limbacher, Brigitte Malinski, Helmut Schmiedekind und Sigrid Wolf.GÖK



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