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Staatsanwalt: Er wollte seine Frau loswerden

Hohenrode (crs). Auch eine Woche nach dem tödlichen Ehestreit von Hohenrode ist das Motiv der Tat weiter unklar. In einer Agenturmeldung wird Oberstaatsanwalt Bodo Becker mit den Worten zitiert, ein konkreter Anlass für die tödlichen Axthiebe sei zwar nicht zu erkennen, bei dem 54-jährigen Karl-Heinz B. habe sich aber über Jahre der Wunsch verfestigt, seine Frau loszuwerden.

"Das höre ich zum ersten Mal", ist B.'s Strafverteidiger Dr. Norman Inoue erstaunt über diese Einschätzung. Aus der Aktenlage und vor allem aus dem persönlichen Kontakt zu seinem Mandanten habe er selber einen anderen Eindruck: "Er zeigt Reue und würde seine Tat am liebsten ungeschehen machen." B., der mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Hannover untergebracht ist, mache nach außen einen gefassten, ruhigen Eindruck. Seinen Ausbruch nach der Vorführung beim Haftrichter mit den mehrfachen "Heil Satan!"-Ausrufen habe B. mit dem Großaufgebot von Fernsehteams erklärt. "Ich habe denen gezeigt, was sie sehen wollten", zitiert Inoue seinen Mandanten, der sich als Verkörperung des Bösen schlechthin an den Pranger gestellt sah. Mittlerweile liegt das Ergebnis der am Sonntag genommenen Blutproben vor. Die getötete Ehefrau hatte demnach zum Zeitpunkt ihres Todes eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 bis 1,6 Promille, der Blutalkoholwert von Karl-Heinz B. lag 20 Stunden nach der Tat bei 0,0 Promille - was keine Rückschlüsse auf den Grad der Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt zulässt.

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