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Gestohlene Pflanzenschutzmittel aus Niedernwöhren tauchen an der Grenze wieder auf

Spur führt nach Polen

Niedernwöhren. Am deutsch-polnischen Grenzübergang sichergestellte, gestohlene Pflanzenschutzmittel stammen offenbar aus Niedernwöhren. Unbekannte Täter hatten beim Raiffeisen-Landbund in Wiehagen am 19. Mai Pflanzenschutzmittel im Wert von mehreren 1000 Euro gestohlen (wir berichteten). Der Bundesgrenzschutz hat jetzt vermutlich einen Teil des Diebesgutes in einem Kleinlaster aufgefunden. Deutsche Fahrer wollten die Chemikalien offenbar über die Grenze nach Polen bringen.

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Bei der Überprüfung des Fahrzeuges wurden die Beamten auf die Chemikalien aufmerksam. Aufgrund der zeitlichen Abfolge sei es sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um die gestohlenen Pflanzenschutzmittel vom Raiffeisen-Landbund handelt, teilt die Stadthäger Polizei mit.

Die Ermittlungen führt jetzt eine spezialisierte Ermittlungsgruppe durch, die sich ausschließlich um illegalen Handel mit Pflanzenschutzmittel kümmert. Da es nach Angaben der Stadthäger Beamten viele vergleichbare Fälle in Deutschland gibt, sei es naheliegend, dass es sich bei dem Täterkreis um eine oder mehrere internationale Gruppen handelt. Die Diebe, die die Einbrüche ausgeführt haben, seien dabei lediglich die Handlanger. Hinter den Auftraggebern stecke erfahrungsgemäß eine gut organisierte, kriminelle Gruppe.

Zwar gebe es auch Fälle, bei denen gestohlene Pflanzenschutzmittel für den Bau von Bomben Verwendung finden, in diesem Fall sei es aber sehr wahrscheinlich, dass das Diebesgut für den Weiterverkauf an Landwirte gedacht war, so die Einschätzung der Polizei. Denn bei den gestohlenen Chemikalien handele es sich um sehr hochwertige Pflanzenschutzmittel, mit denen sich lukrative Geschäfte machen ließen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass deutsche Landwirte ihre Düngemittel für weniger Geld in Polen einkaufen.kil



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