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Dr. Torsten Figura beteiligt sich an bundesweiter Aktion "Sport mit Herz"

Sport wird zum Risiko, wenn das Herz bei Höchstleistung schlapp macht

Rinteln (wm). Tragische Fälle, die schon mehrmals Schlagzeilen gemacht haben: Ein äußerlich absolut fitter Fußballer fällt auf dem Rasen um - Herztod. Anlass für den Rintelner Facharzt Dr. Torsten Figura, im Rahmen der Aktion "Sport mit Herz" (www.sportmitherz.de), die bereits - vom Herzzentrum Bad Oeynhausen betreut- in Ostwestfalen-Lippe angelaufen ist, auch in Rinteln spezielle Checks für Sportler anzubieten.

Testlauf für eine spezielle Aktion: René Herzog legt sich bei Dr

Am Sonnabend legte sich René Herzog, A-Jugendspieler beim SCR in der Bezirks-Oberliga, bei Figura auf die Untersuchungsbank und ließ sich von Sprechstundenhilfe Anja Wille die Elektroden für ein EKG anpassen. Figura schilderte das grundsätzliche Problem: Viele Amateure und vor allem Anfänger würden verkennen, wenn Sport bis an die Grenzen der Belastbarkeit betrieben werde, könne das tödliche Folgen haben - wenn das Herz nicht hundertprozentig in Ordnung ist. Das wiederum lässt sich mittels eines Herz-Screenings feststellen. Die Untersuchung umfasst eine Familienanamnese, ein 12-Kanal-EKG sowie eine Untersuchung von Körper und Herz. Alle Ergebnisse werden sofort mit dem Sportler besprochen. Werden Auffälligkeiten entdeckt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Dr. Figura istübrigens selber SC-Mitglied, war aktiver Kicker und hat im Herzzentrum Bad Oeynhausen gearbeitet, bevor er im Februar dieses Jahres seine eigene Praxis in Rinteln, im Ärztehaus an der Mühlenstraße, eröffnet hat. Dr. Alexander Treusch vom Herzzentrum Bad Oeynhausen, der auch die Herren-Handball-Nationalmannschaft betreut, schilderte, im Herzzentrum habe man im Rahmen dieser Untersuchungen bereits drei junge Sportler herausfiltern können, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Überanstrengung bis an die Leistungsgrenze einen plötzlichen Herztod gestorben wären. In Ostwestfalen sind 39 Ärzte an diesem Projekt beteiligt. Bis Ende 2008 sollen 1000 Sportler in einer Datenbank erfasst sein. Die SC-Vorstandsmitglieder Michael Box und Klaus Peters hoffen jetzt auf Sponsoren, um alle SC-Sportler testen lassen zu können.



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