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Die Unterstützung lokaler Unternehmen ist für Vereine unverzichtbar

Sponsoring überlebenswichtig

Rinteln. Werbung auf Trikots, Werbung in Vereinszeitungen, Werbung in Programmheften zu Veranstaltungen, Werbung in Jubiläumsschriften, Werbung auf Vereinsfahrzeugen, Bandenwerbung auf den Sportplätzen, Werbung auf Bannern bei Turnieren und Schauveranstaltungen – ohne ein Sponsoring durch lokale Unternehmen und Händler können die Vereine kaum überleben.

Autor:

Peter Blaumann
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Rinteln. Werbung auf Trikots, Werbung in Vereinszeitungen, Werbung in Programmheften zu Veranstaltungen, Werbung in Jubiläumsschriften, Werbung auf Vereinsfahrzeugen, Bandenwerbung auf den Sportplätzen, Werbung auf Bannern bei Turnieren und Schauveranstaltungen – ohne ein Sponsoring durch lokale Unternehmen und Händler können die Vereine kaum überleben.

Die Kosten für Trainer, für Fahrten zu den Auswärtsspielen und Turnieren, für die Unterhaltung der Sportstätten, für Hallennutzungsgebühren, für die Anschaffung von Sportgeräten, für Verbandsabgaben, für Schiedsrichter, für Sportkleidung sind enorm hoch und sind rein aus den Mitgliederbeiträgen nicht mehr zu finanzieren. Deshalb wird das Sponsoring immer mehr zu einer wichtigen Einnahmequelle für die Schaumburger Vereine.

„Wenn ein Verein neben einer ersten Mannschaft in der Kreisliga oder Bezirksliga auch noch breit gefächert qualifiziert Jugendarbeit leistet, ist die Unterstützung durch Werbepartner unverzichtbar geworden“, weiß Heinz Kraschewski, der Vorsitzende des SC Rinteln. „Ohne Sponsoren könnten wir Jugendturniere wie den Volksbank-Cup, Extaler-Cup, Hallenturniere wie den Küchencentrum-Holtmann-Cup und die 96-Fußballschule nicht durchführen. Ohne unseren Sponsoren-Pool könnten wir die laufenden Kosten nicht bewältigen“, verrät Kraschewski.

Das weiß auch Helmut Essmann, Vorsitzender des SV Engern. „Ohne Sponsoren ist heute ein Verein kaum überlebensfähig. Unser Sponsorenpool ist vergleichsweise recht klein, aber er versetzt uns in die Lage, Angebote für unsere Mitglieder zu machen, die ohne die Unterstützung finanzieller und materieller Art nicht möglich wären.“

Und Marco Vankann, der Vorsitzende des Fußballkreises Schaumburg, fügt an: „Leider hat fast jeder Fußballverein mit sinkenden Einnahmen durch sinkende Mitgliederzahlen zu kämpfen. Das wird sich durch den demografischen Wandel noch verstärken. Deshalb sind die Gelder von Sponsoren eine willkommene Einnahmequelle für jeden Schatzmeister, um den Spielbetrieb aufrecht halten zu können.“

Aber was bewegt die Sponsoren, Geld in die Vereine fließen zu lassen, und wie sehen die Gegenleistungen der Vereine aus? Als Gegenleistung nennt Kraschewski neben den verschiedenen Werbemöglichkeiten „die Zuführung sozial ausgebildeter junger Sportler als Humankapital für die Firmen, die Nennung als sozial eingestellter Betrieb, der hilft, Kinder und Jugendliche von der Straße zu holen“.

Vankann meint: „Verein und Sponsor ergänzen sich mit einer Kooperation ideal. Der Verein hat den sozialen Auftrag, jungen Menschen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, um sie somit in der heimischen Region halten zu können. Der Sponsor kann mit seiner Unterstützung dazu beitragen und hält oder gewinnt somit eigene Kunden für sein Unternehmen. Der Verein sollte dann aber auch seinen Mitgliedern die einzelnen Vereinssponsoren nennen und ihnen empfehlen, bei den Sponsoren vor Ort die eigenen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen und nicht im Internet nach dem günstigsten Anbieter für das gesuchte Produkt zu suchen.“

Werbung steht beim

Sponsoring nicht an erster Stelle

„Wir unterstützen die Vereine, weil sie ein Teil unserer Region sind, und weil die Mitglieder der Vereine auch unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter sind“, sagt Petra Kallwaß, Leiterin Vertriebsmanagement der Volksbank in Schaumburg. „Wichtig ist uns dabei vor allem die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, denn attraktive Angebote binden den Nachwuchs an die Vereine. Verantwortung für die Region zu übernehmen, ist uns auch im Bereich Sponsoring eine Herzensangelegenheit.“

„Die Unterstützung der Vereine zum Beispiel bei der Anschaffung von Trikots hat für mich ideelle Gründe“, sagt Axel Dohmann vom gleichnamigen Autohaus in Rinteln. „Der Schriftzug auf dem Trikot kann unter Umständen den Bekanntheitsgrad steigern, die Werbung steht für unser Unternehmen aber nicht an erster Stelle. Mit meinem Sponsoring möchte ich die Jugendarbeit stärken. Wenn Kinder und Jugendliche in einer Mannschaft Fußball spielen, lernen sie Teamgeist, soziales Verhalten und sind weg von der Straße.“

Die Sparkasse fühle sich nicht nur aus dem historischen „öffentlichen Auftrag“ heraus, sondern aus voller Überzeugung für die Menschen und die Region verantwortlich, sagt Werner Nickel, Marketingchef der Sparkasse Schaumburg. Vereine seien „soziales Kapital“, denn dort übernehmen Menschen Verantwortung, lösen gemeinsam Probleme, praktizieren Solidarität und erleben Geselligkeit. Ein aktives und vielfältiges Vereinsleben trage wesentlich zur Lebensqualität in der Region bei, so Nickel. Deshalb fördere die Sparkasse Vereine – insbesondere Sportvereine – in einem Gesamtvolumen eines höheren fünfstelligen Eurobetrages jährlich.

„Die Nennung der Sparkassen-Aktivitäten in Wort und Bild zum Beispiel in den Medien ist ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse. Nicht nur aus diesem Grunde, sondern auch wegen der hohen Popularität bildet der Fußball seit Jahren einen Schwerpunkt der Förderung“, erklärt Nickel.

Um von der Sparkasse als Verein unterstützt zu werden, sollten Vereine eine „funktionierende Infrastruktur aufweisen, keine vakanten Vorstandsposten haben, was auf mangelndes ehrenamtliches Engagement schließen lassen könnte, aktive Jugendarbeit betreiben, nicht durch Negativ-Schlagzeilen wie Regelverstöße oder Unfairness von sich reden machen und insgesamt ein positives Image in der Öffentlichkeit haben“, beschreibt Nickel entscheidende Förderungskriterien.

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