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Beim 1. FC Egestorf-Langreder schmeißen Trainer und Vereinschef hin

Spielerrevolte und Turbulenzen beim nächsten Gegner des VfL Bückeburg

Bezirksoberliga (ku). Nach dem Paukenschlag am letzten Wochenende hat der VfL Bückeburg ein schwer einzuordnendes Auswärtsspiel auf dem Programm, tritt beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder an. Vorher ist aber noch ein bisschen Party angesagt. Das Freitagabendtraining wird auf Samstag verschoben, dafür steht der Abend ganz im Zeichen von Jean-Paul Thom. Er tritt in den Klub der Dreißiger ein, muss ab 18 Uhr vor dem Bückeburger Minchen fegen. Das Motto lautet "Sieben Aufgaben für die Nummer Sieben."

Und beim Vizemeister der vergangenen Bezirksoberligasaison aus Egestorf brennt seit ein paar Wochen ganz mächtig der Baum. In der Woche vor dem Heimspiel der Germanen gegen Ramlingen krachte es im Verein ganz mächtig. Die Spieler rebellierten und standen plötzlich ohne Trainer und Vereinschef da. Der Mannschaftsrat um Jan Baßler, Steffen Heyerhorst und Ermin Vojnikovic hatten von Trainer Franz Genschick gefordert, die bei der vorausgegangenen Partie gegen Fortuna Saschenroß nicht von Beginn an berücksichtigten Suad Smailovic und Alin-Kemal Kara umgehend wieder in die Startelf zu beordern. Und dies, obwohl sich beide Akteure während der Woche nicht beim Training blicken ließen. Franz Genschick sah sich unter Druck gesetzt: "Ich sollte die Suspendierung zurücknehmen und beide zur Rückkehr überreden", kommentierte Genschick die Forderungen von Baßler und Co. "Das kann ich aber nicht. Ich habe mich nicht falsch verhalten und lasse mir von keinem Spieler vorschreiben, wie ich meine Mannschaft aufzustellen habe." Umsein Gesicht nicht zu verlieren trat Genschick dann vor dem Spiel gegen Ramlingen zurück, Ramlingen gewann mit 3:0. Seinen Entschluss beeinflusst hatte dabei auch die Ankündigung von Baßler, Heyerhorst und Vojnikovic, das Heimspiel gegen den RSE zu boykottieren, wenn der Trainer ihren Forderungen nicht nachkommen würde. Genschick informierte Vereinschef FrankHoffmann der ebenfalls sofort seine Konsequenzen zog. Außer Frank Hoffmann, der auch Hauptsponsor des Klubs ist, traten auch Pressesprecher Ernst Milbrod und Betreuer Günter Anders zurück, Co-Trainer Arndt Westphal übernahm bis auf weiteres die Mannschaft. Trotz der hervorragenden letzten Saison und dem knapp verpassten Aufstieg in die Oberliga war Trainer Franz Genschick nicht unumstritten. Vorgeworfen, so ein Insider, "wurde ihm ein rauer und oft unsensibler Führungsstil, sein laxer und gelegentlich rüder Umgangston, sowie zahlreiche Alleingänge die oft nicht nur alt eingessene Spieler, sondern auch Vereinsmitglieder verstimmt hätten." VfL-Trainer Timo Nottebrock hat das Theater natürlich verfolgt, sieht ein schweres Auswärtsspiel auf sein Team zukommen. "Egestorf ist bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben, hat einige Turbulenzen erlebt. Viele alte Bekannte und Spieler aus höheren Ligen verdienen sich dort ihr Geld und werden gerade gegen uns entsprechend motiviert sein. Aber wir sind seit acht Spielen in Serie unbesiegt und wollen unsere tolle Ausgangslage weiter genießen und gehen mit absoluter Motivation in dieses Spiel. So offensiv wie gegen Landesbergen werden wir allerdings nicht ausgerichtet sein, wollen aber dem Spiel schon unseren Stempel aufdrücken. Unser Neuzugang Moses, er hat sein Debüt in der Reserve gegeben, wird am Sonntag erstmals zum Kader gehören. Tuncay Erkan wird wieder fit sein, hinter Raschke und Krasniqi steht noch ein kleines Fragezeichen." Der VfL-Bus startet um 11.30 Uhr am Bückeburger Jahnstadion.




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