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Kooperationspartner übernimmt die Geschäftsführung / Schnelle: „Entlassungen nicht vorgesehen“

Spedition Schnelle geht in neuer Gesellschaft auf

Bad Münder. Aus der Kooperation wird ein neues Unternehmen: Heute geht die mündersche Spedition Schnelle in der SML Schnelle GmbH auf. Die neue Gesellschaft wird von Andreas Spitzer geführt, bislang Partner in der SML Logistik und Distributionssysteme GmbH. Hauptsitz seines bisherigen Unternehmens ist Mosbach in Baden-Würtemberg.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

120 Mitarbeiter beschäftigt Schnelle am Standort Bad Münder. Am Wochenende wurden sie über die Veränderungen informiert. Auswirkungen soll die Verschmelzung zur „SML Schnelle GmbH“ für sie nicht haben: „Entlassungen im Rahmen des Übergangs sind nicht vorgesehen“, erklärt Henning Schnelle. Der Urenkel des Firmengründers, der 1908 die Spedition gründete und in den Anfängen Möbel aus dem Deister-Sünteltal mit dem Pferdefuhrwerk nach Hannover transportierte, wird selbst im Unternehmen tätig sein. An „verantwortlicher Stelle“, heißt es in einer Mitteilung – allerdings nicht als Geschäftsführer. Diese Position hatte Henning Schnelle genau genommen auch bislang nicht inne, sein Vater Fritz stand zuletzt dem Unternehmen offiziell als Geschäftsführer vor. 1959 war Fritz Schnelle in den Familienbetrieb eingestiegen, 1971 hatte er die Leitung übernommen.

Zu den aktuellen Veränderungen erklärt Fritz Schnelle, dass zwischen seinem Unternehmen und der SML bereits seit 18 Jahren eine enge und erfolgreich geführte Kooperation bestehe. Beide Unternehmen, die Spedition Schnelle und die Spedition Spitzer, seien in der Vergangenheit gemeinsam für viele Büro- und Wohnmöbelhersteller tätig gewesen.

Durch die Veränderungen soll der Marktanteil in diesem Segment noch deutlich ausgebaut werden, erläutert Henning Schnelle. Das neue Unternehmen werde deutschlandweit zu den größten Anbietern im Marktsegment gehören. Schnelle beschäftigt rund 120 Mitarbeiter, Spitzer in seiner bisherigen Spedition rund 300.

Für den 58-jährigen Spitzer bietet die Verschmelzung große Chancen – angestrebt werde eine noch engere Verzahnung der Disposition und der Lkw-Verkehre innerhalb Deutschlands und Europas.

Ein weiteres Standbein, das Marktsegment Projektumzüge und Großmontagen, soll im regionalen wie auch im überregionalen Bereich weiter ausgebaut werden. Henning Schnelle sieht seine zukünftigen Aufgaben in diesem Segment. Waren die Münderaner in diesem Bereich in der Vergangenheit bereits vertreten, hat die Spedition Spitzer in der Branche aber eine ganz andere Dimension: Großprojekte wie der Umzug der Europäischen Zentralbank mit EZB-Präsident Mario Draghi und 2900 Mitarbeitern oder der des Finanzdienstleisters J.P. Morgan in den Frankfurter Taunus-Turm gehören zu den Referenzprojekten.

„Mit diesem Schritt haben wir gemeinsam unsere Position in Marktnischen ausgebaut. Ich bin der festen Überzeugung, dass sich unsere Angebote ideal ergänzen und wir weiter wachsen werden“, erklärt Spitzer im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Standort Bad Münder ist ihm auch aufgrund der Nähe zu Kunden wie Haworth, Wilkhahn, Wini und anderen überregionalen Unternehmen wichtig, denen auf diese Weise ein schneller Service garantiert werden könne.

Wichtig, nicht nur für die Mitarbeiter in Bad Münder: Der Standort wird erhalten bleiben, Gewerbesteuer in Bad Münder gezahlt. „Von hier aus soll mit dem vorhandenen qualifizierten Personal die Expansion vorangetrieben werden“, sagt Spitzer.



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