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Hartmann-Rücktritt zentrales Thema der Versammlung / Jörg Wussow neuer Vorsitzender / Vier Stellvertreter

SPD-Ortsverein startet mit neuem Vorstand durch

Bad Münder (jhr). Der SPD-Ortsverein Bad Münder hat einen neuen Vorsitzenden: Jörg Wussow wurde während der Jahresversammlung in das Amt gewählt und tritt die Nachfolge von Wilfried Hartmann an, der im vergangenen November überraschend zurückgetreten war.

Jörg Wussow

Zum Leitungsgremium des Ortsvereins gehören künftig wieder vier gleichberechtigte Stellvertreter. Neben Andreas Przykopanski, der bereits als Stellvertreter fungierte, wurden Swen Fischer, Axel Berndt und Tim Klass gewählt. Als Schriftwart fungiert Horst Fischer. Die Kasse wird weiterhin von Axel Dröhmer geführt, Wolfgang Zimmermann vertritt ihn. Irene Nossing zeichnet als Heimwartin auch künftig für das Remmer-Heim des Ortsvereins verantwortlich.

Viel Zeit verwendeten die Mitglieder auf die Aussprache. Hatte die Kritik und das Ausscheiden Hartmanns während der Jahresversammlung des SPD-Stadtverbandes keine Rolle gespielt, nahm die Beschäftigung mit diesem Thema bei der Versammlung des Ortsvereins breiten Raum ein. In seinem Bericht machte Wussow deutlich, dass der Vorstand geschlossen hinter der Entscheidung des ausgeschiedenen Vorsitzenden gestanden habe.

Der ehemalige Stadtverbandsvize Siegfried Schönfeld „bedauerte außerordentlich“, dass Hartmann vor seinem Schritt nicht das Gespräch mit dem Stadtverband gesucht habe, ließ sich dann wie die anderen Versammlungsteilnehmer auch von Hartmann persönlich dessen Beweggründe erläutern. „Wir sind angetreten, die Meinung der Mitglieder zu vertreten“, erklärte er. Erste „atmosphärische Störungen“ mit anderen Ortsvereinen habe es bereits gegeben, als der der Kernstadt gegen einen Supermarktbau an der Hannoverschen Straße Stellung bezog. Verschärft habe sich die Situation noch, als sich der Vorstand nach dem Votum des Ortsvereins deutlich gegen einen Pflegeheim-Bau an der Friedrich-Ebert-Alle aussprach. Hartmann berichtete von persönlichen Anfeindungen „auch unter der Gürtellinie“, von Stillstand, der ihm als Ortsratsmitglied begegnet sei. „Jede Partei lebt davon, dass Ideen über die Gremien an die Fraktion und dann in die Politik hineingegeben werden – doch so etwas gibt es in Bad Münder nicht“, so Hartmann. „Ich kann nicht laufend zu irgendwelchen Geheimtreffen rennen und Fäden spinnen, dafür muss man schon Rentner sein“, erklärte er seinen Ausstieg.

Stellung nahm auch Stadtverbandsvize Dietmar Nossing zu der Darstellung Hartmanns. „Jeder Ortsverein hat sein Gewicht im Stadtverband. Es hat da sicherlich ein Kommunikationsproblem gegeben. Es dauert in der Kommunalpolitik halt seine Zeit, wenn man etwas bewirken will.“

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