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Karsten Becker schafft doch keine „50 Prozent plus X“

SPD: Zu viel versprochen

Auetal (rnk). Die große Frage im Rehrener Rathaus war gestern Abend nicht, wer hier gewinnt – schließlich ist die Gemeinde mehr oder weniger fest in der Hand der SPD –, sondern, ob Manfred Spenner recht behalten würde. Immerhin hatte der SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende dem Landtagskandidaten Karsten Becker öffentlich versprochen, dass er im Auetal mit 50 Prozent plus X der Wählerstimmen rechnen darf.

Schon früh zeigte sich, dass Becker diese Hürde nicht schaffen würde. Grund war auch, dass die traditionellen SPD-Hochburgen für ihre Verhältnisse geradezu knapp ausgingen: Der Bezirk Rolfshagen 2 ließ Becker mit 154 gegen 123 Stimmen gewinnen, bei den Zweitstimmen waren es 126 für die SPD gegenüber 98 für Schmidt. Geradezu klassisch im Vergleich zum Landesdurchschnitt wählte der Bezirk Rolfshagen 1: Schmidt erhielt bei den Erststimmen 102, bei den Zweitstimmen landete die CDU aber nur bei 72 Stimmen – viele Wähler waren zur FDP bei der Zweitstimme gewandert, wie die Zahlen belegen: Ralf Kirstan erhielt als FDP-Kandidat 5 Stimmen, bei den Zweitstimmen waren es dann 30 für die vorher totgesagten Liberalen. Im Einzelnen: Mike Schmidt (CDU) holt 1099 der Erststimmen (38,15 Prozent), die CDU selbst landet bei 922 Stimmen, was 31,96 Prozent entspricht. Karsten Becker (SPD) erhält 1295 Stimmen und damit 44,96 Prozent, bei den Zweitstimmen kommt die SPD auf 1174 und damit 40,7 Prozent. Ralf Kirstan (FDP): 75 Erststimmen (2,6 Prozent) und 241 Zweitstimmen, was 8,35 Prozent entsprechen. Maria Börger-Sukstorf (Grüne) holt 251 Stimmen (8,71 Prozent), bei den Zweitstimmen werden die Grünen zum ersten Mal im Auetal zweistellig: 335 Stimmen bedeuten 11,61 Prozent. Renate Engelmann (Die Linke) erhält 2,46 Prozent, die Piraten erhalten 65 Zweitstimmen, was 2,25 Prozent entspricht. Der Rest ist nicht der Rede wert. Aber immerhin noch 33 Stimmen erhält die NPD, was einem Anteil von 1,14 Prozent entspricht.




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