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Samtgemeindeverband greift Vorschlag des Kollegiums auf

SPD will Gesamtschule in Helpsen

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Rodenberg, Obernkirchen -als dritter Standort für eine zusätzliche Gesamtschule meldet sich jetzt Helpsen. Die in der vergangenen Woche eher zaghaft bekundete Bereitschaft des Kollegiums der Haupt- und Realschule ist jetzt vom SPD-Samtgemeindeverband in einem Antrag an die Fraktion im Samtgemeinderat aufgegriffen worden. Die Beratungen in denGremien, so Fraktionschef Herbert Presser, sollen noch vor dem Ende der Herbstferien laufen.

SPD-Chef Eckhard Ilsemann (r.)überreicht Fraktionschef Herbert P

Schulleiter Jürgen Eggers hatte es am vergangenen Freitag am Ende eines Pressegesprächs zu einem anderen Thema signalisiert: Das Kollegium des Schulzentrum Helpsen erkenne, dass im Landkreis Schaumburg der Ruf nach einer oder mehreren Gesamtschulen immer größer werde. "In der integrativen, gemeinsamen Beschulung von Kindern mit unterschiedlichen Begabungen werden -zu Recht - mehr Chancen für Schülerinnen und Schüler gesehen. Auf Grund unseres bereits vorhandenen, sehr umfangreichen pädagogischen Konzepts sind wir für eine Gesamtschule bereit und freuen uns auf die pädagogische Herausforderung." Diesen Ball hat der SPD-Samtgemeindeverband aufgegriffen. Dessen Vorsitzender Eckhard Ilsemann hat gestern einen Antrag präsentiert, in dem die SPD-Mehrheitsfraktion im Samtgemeinderat aufgefordert wird, bei der Verwaltung einen entsprechenden Antrag zu stellen. Im Pressegespräch begründete Ilsemann den Vorstoß damit, dass die anerkannt gute pädagogische Arbeit des Schulzentrums mittels der Schulform Gesamtschuleweiter entwickelt werden müsse. Der dringende Bedarf für weitere Gesamtschulen sei nachgewiesen. "Der Standort Helpsen bietet sich hier deutlich an", unterstreicht Ilsemann im Antrag. Wichtig sei dieser Schritt auch fürdie Stabilisierung der Schülerzahlen in Helpsen. Dies sei angesichts der Geburtenrückgänge in der Samtgemeinde dringend, und außerdem reduziere eine Gesamtschule Helpsen die Kosten für den Schülertransport nach Stadthagen. Die SPD möchte die Umwandlung am liebsten zum 1. August kommenden Jahres -sofern das Errichtungsverbot neuer Gesamtschulen im Schulgesetz nach den Landtagswahlen fällt. SPD-Fraktionschef Herbert Presser begrüßte die Entscheidung des Helpser Kollegiums. Angesichts der schwierigen Lage für Haupt- und Realschulen seit der Abschaffung der OS sei die Schaffung neuer Gesamtschulen genau der richtige Schritt, zumal da der Standort Helpsen "fast optimal" ausgerüstet sei. Presser und Ilsemann schätzen, dass bauliche Maßnahmen kaum nötig sind. "Aus diesem Standort lässt sich viel machen", unterstrich der Fraktionssprecher. Presser legte dar, dass die SPD den politischen Beschluss in der Samtgemeinde nicht mit ihrer satten Mehrheit durchsetzen will, sondern die Zustimmung der Fraktionen von CDU undGrünen sucht. Diesem Ziel soll ein interfraktionelles Treffen des Samtgemeinderates am 5. November dienen, "bei dem es nur um dieses Thema geht". Anschließend tagt der Samtgemeindeausschuss, um einen Beschluss zu fassen, was in diesem Fall ein Antrag an den Landkreis als Schulträger sein müsste.



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