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Becker: IGS-"Tricksereien" beenden

SPD Schaumburg fordert drei neue Gesamtschulen

Landkreis (ssr). Die Schaumburger SPD will drei neue Gesamtschulen im Land kreis. Vorsitzender Karsten Becker forderte die Landesregierung auf, "ihre Trick sereien" zu beenden und das Errichtungsverbot für Gesamtschulen "endlich aufzu heben", um einen Start noch zu Beginn des kommenden Schuljahrs zu ermöglichen.

Das Taktieren der CDU/FDP-Landesregierung unter Zuhilfenahme "fadenscheiniger Genehmigungs gründe" sei "unerträglich", kritisierte Becker in einer Pressenotiz. "Entgegen vollmundiger Versprechungen" liege noch immer kein Gesetzentwurf vor, der die Errichtung neuer Gesamtschulen ermöglichen würde. Während die Aussagen von CDU-Landespolitikern "vage und spekulativ bleiben", so Becker, "warten Schüler, Lehrer und Eltern in Lindhorst, Nienstädt, Obernkirchen und Rodenberg auf die längst fällige Aufhebung des Errichtungsverbots. Wenn nicht schnell etwas passiere, werde sich "die katastrophale Situation wieder holen", so SPD-Schulexperte Udo Husmann, dass auch im kommenden Schuljahr rund 500 Schüler - das sind 80 Prozent der Anmeldungen - abgelehnt werden müssten. Die SPD geht bei ihrenÜberlegungen von der Annahme aus, dass sich die Zahl der IGS-Anmeldungen bei einem wohnortnahen Gesamtschulangebot noch einmal deutlich erhöhen würde. Die bestehende IGS in Stadthagen und eine weitere Gesamtschule könnten mit zusammen maximal 230 Plätzen nicht einmal die Hälfe des Gesamtbedarfs decken, rechnet Becker vor. Eine nachfragegerechte Ausstattung müsse in Schaumburg also "mindestens vier Gesamtschulen um fassen" - die bereits bestehende IGS in Stadthagen mit eingerechnet. Das sei die Zahl, "mit der man sich beschäftigen muss, wenn Elternwille und bedarfsgerechte regionale Bildungsangebote nicht nur leere politische Schlagworte bleiben sollen", zeichnete Becker die politische Linie der SPD vor. Der Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion, Eckhard Ilsemann, zeigte sich froh darüber, dass der Landkreis inzwischen alle Vorbereitungen für das Genehmigungsverfahren getroffen hat. Aber die Zeit werde knapp. Alle Vorbereitungen nützten jedoch nichts mehr, wenn das Kultusministerium weiterhin das Kippen des Errichtungsverbots für Gesamtschulen verzögere. "Jeder Tag, den wir jetzt verlieren, fehlt uns zur Vorbereitung der gesetzlich vorgeschriebenen Bedarfsumfrage, und die Schaumburger Eltern gucken zum Schuljahrsanfang wieder in die Röhre", so Ilsemann. "Wir brauchen keine Gängeleien durch die Landes regierung", sagte Becker: "Eine Aufhebung des anachronistischen Errichtungsverbots reicht völlig aus. Den Rest kriegen wir in Schaumburg alleine hin."



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