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Gospel-Workshop in Hachmühlen lockt 40 interessierte Sänger / Gemeinsamer Auftritt in der Kirche

Spaß am Singen – auch bei den Proben Pflicht

Hachmühlen (bdi). „80 Prozent haben den Ton getroffen – ich will 100.“ Matthias Vespermann ist in seinem Element. Der Organist und Chorleiter der Formation „Gospelcolours“ aus Northeim sorgt für viel Gelächter und eine lockere Stimmung im Gemeindehaus Hachmühlen. Zum dritten Mal hat die St. Martin-Kirchengemeinde zum Gospelworkshop geladen, gut 40 Interessierte sind dem Ruf gefolgt.

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Unter ihnen sind neben Laien auch chorerprobte Sängerinnen und Sänger aus der Umgebung. Einstudiert wird das Programm, das nur einen Tag später beim Neujahrsgottesdienst präsentiert werden soll. „Es geht um eine einfache Botschaft, aber mit ganz viel Emotionen“, versucht Vespermann den modernen Gesang dem zusammengewürfelten Chor näher zu bringen. Dabei grenzt er den im Workshop vermittelten Gospel deutlich von den Ursprüngen, dem dem amerikanischen und afrikanischen Gospelgesang, ab. „Wir machen White Gospel“, stellt er heraus.

Das Motto ist beim Workshop klar: Es geht um den Spaß am Singen. Darum, mit und durch Musik Emotionen zu erleben. Und so erklärt Vespermann ganz einfach, wie der richtige Ton zu treffen ist: „Erst den Mund normal, dann ein Grinsegesicht – und dann noch die Augen weit aufmachen.“ Die Teilnehmer versuchen es – und nach dem ersten Gelächter klappt es dann auch gleich viel besser. Weil das Singen im Sitzen schwer fällt, schont er seine Teilnehmer auch nicht: Gesungen wird fortan im Stehen. Gospel verlangt ohnehin nach Aktivität: Klatschen und Bewegen zum Rhythmus sind Pflicht, sollen aber nicht gezwungen aussehen: „Voraussetzung ist der Spaß am Singen“, erklärt Vespermann erneut die Grundlage. „Die Botschaft bei Gospel ist einfach, aber sie soll mit ganz viel Emotion rübergebracht werden – wir wollen die Leute im Herzen erreichen.“ Dabei legt er dann auch gerne selbst Hand an und arrangiert ein altes Stück aus dem Gesangbuch neu – im Swing-Rhythmus: „Es gibt keine Grenzen. Gospel bedient sich überall.“

Vespermann leitet bereits den dritten Gospel-Workshop in Hachmühlen, einen hat er auch schon in Bakede veranstaltet. Die Idee dazu geht auf das Jahr 2007 zurück. Damals fand in Hameln das norddeutsche Gospelchortreffen statt. „Wir waren damals hier in Hachmühlen untergebracht“, berichtet der Organist über den ersten Kontakt zwischen ihm und der St. Martin-Gemeinde.

• Die Resultate des Ein-Tages-Kurses konnten sich gestern die Besucher des Gottesdienstes in der Kirche Hachmühlen anhören. Acht Stücke stellte der aus Erwachsenen und Jugendlichen bestehende Gospelchor vor.

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