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Im Tunnel am Reiter soll das Festungsmodell präsentiert werden / Grenzbeziehung am 28. September

„Sparsam heißt nicht geizig“

Hameln. Es ist eine Arbeit von ungeheurer Akribie und Detailtreue: das Festungsmodell der Stadt Hameln, an dem seit rund zwei Jahren bei Impuls gearbeitet wird, vielfach auch von Langzeitarbeitslosen und Älteren, die sich der Geschichte der Rattenfängerstadt angenommen haben. Das Relikt aus alter Zeit, das die Stadt und das Leben in ihr – innerhalb massiver Festungsmauern – darstellt, ist ein (relativ teures) Projekt, für das der Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege verantwortlich zeichnet. Aber: „Sparsam heißt nicht geizig“, so Präsident Horst Töneböhn mit Blick auf die Finanzlage des Vereins. Am 20. Mai jedenfalls soll das jüngste Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden und seinen endgültigen Platz in einer Vitrine im Tunnel am Grünen Reiter finden – Anschauungsobjekt nicht nur für Touristen, sondern auch für alle Hamelner Bürger.

Autor:

Christa Koch

Während der Jahreshauptversammlung des Vereins stellte Wolfgang Kaiser, Leiter der Gruppe Heimatpflege, die Einzelheiten des Projekts vor, anschaulich gemacht mit vielen Fotos. Es steht unter dem Motto „Zeitpunkte“, andere Modelle gibt es bereits. Doch das der Festung soll quasi das Highlight sein. „Das wird ein echter Hingucker“, ist sich der ehemalige Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadtverwaltung sicher. Im Übrigen forderte Töneböhn die Mitglieder dazu auf, mit der Zeit zu gehen, auch und vor allem in diesem Jahr, das ganz im Zeichen der Heimatpflege steht. Eigentlich wollte man deshalb auch das Projekt Bismarckturm angehen. „Leider hat dort der Pächter aufgegeben, sodass das im Augenblick nichts durchführbar ist“, bedauerte Kaiser, versprach aber, am Ball zu bleiben. Unterstützt haben die Grenzbezieher auch Dewezet-Projekte über die Vergangenheit, und zwar dadurch, dass der Verein viele alte Fotos zur Verfügung gestellt hat. Sofern diese Hilfe gewünscht werde, werde sie auch weiterhin gewährt, sicherte der Präsident zu.

Ein Höhepunkt des Jahres: wie immer die Grenzbeziehung. Sie wird am 28. September zum 310. Mal durchgeführt, die Strecke ist reizvoll und weist auch Höhenunterschiede auf, so Kaiser, der den Mitgliedern auch schon eine Karte mit Texten zum geschichtlichen Hintergrund an die Hand geben konnte. Wichtigste Neuerungen: Die übliche Vorabendveranstaltung entfällt, die Grenzbezieher selbst machen sich dieses Jahr erstmals eine Stunde später, nämlich um neun Uhr, auf ihren Marsch entlang der Stadtgrenzen. Und für Nostalgiker eine gute Nachricht: Jede Menge Fotos von der Grenzbeziehung 2014 gibt es auf einer CD, die zum Preis von 6,45 Euro (inklusive Versand) beim Verein erhältlich ist.

Ehrungen gab es bei dieser Versammlung reichlich: Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Susanne Treptow, Frank Lücke und Walter Klemme geehrt, 25 Jahre dabei sind Carsten Hachmeister, Helmut Krüger, Sven Langenberg, Klaus Näther, Frank Wehage, Kunibert Wennemann, Heinrich Fockenbrock und Werner Sattler. Seit 40 Jahren hält Manfred Harland dem Verein die Treue, und auf stolze 50 Jahre Mitgliedschaft können Hans-Jürgen Benze, Manfred Bolte, Heinrich Gerhard Holtmann und Karl Heinz Janosch zurückblicken.

Übrigens wurden an diesem Abend auch Weichen für die Zukunft gestellt: Werner Sattler wurde als Stellvertreter für Präsident Töneböhn gewählt.

Die Geehrten mit Präsident Horst Töneböhn (li.) und Bürgermeisterin Sylke Keil (Mitte). CK




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