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Null-Nummer im Haushalt 2007 möglich / Schulden werden abgebaut - eine Million in fünf Jahren

Sparkurs der Gemeinde zahlt sich aus

Rehren (la). "Die allgemein in denöffentlichen Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden festzustellende Verbesserung der Einnahmensituation macht sich auch im laufenden Haushalt 2007 der Gemeinde Auetal positiv bemerkbar", freut sich Kämmerer Karl-Heinz Büthe. Bereits in seinem Rechenschaftsbericht 2006 hatte Büthe auf die vorläufige Wendemarke hinsichtlich der finanziellen Entwicklung der Gemeinde Auetal hingewiesen. Allerdings prognostiziert Büthe, dass diese Entwicklung 2008 wieder etwas zurückgeht, "jedoch über dem Ergebnis von 2006 liegen wird".

Entwicklung der "freien Spitze" in der Gemeinde Auetal 1993 bis

Für den Auetaler Haushalt spiegelt sich die positive Entwicklung im Unterabschnitt Steuern, Zuweisungen und Umlagen des Verwaltungshaushalts wieder. 1993/1994 hat der Überschuss dieses Unterabschnitts noch rund 2,2 Millionen Euro betragen. Es folgte eine zehnjährige Phase mit einer durchschnittlichen Finanzausstattung von rund 1,7 Millionen Euro pro Jahr - also eine jährliche Verringerung von rund 500 000 Euro. "Und das trotz der in diesem Zeitraum seitens der Gemeinde vorgenommenen Erhöhung im Bereich der Grund-, Gewerbe-, Hunde- und Vergnügungssteuer", so Büthe. Aktuell wird sich der zunächst für 2007 kalkulierte Überschuss dieses Unterabschnitts um voraussichtlich 200 000 Euro auf 2,225 Millionen Euro erhöhen. Diese Erhöhung kommt durch Mehreinnahmen der Grundsteuern A und B zu Stande, die etwa 42 000 Euro betragen. Der größte Anteil der Mehreinnahmen ist der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Dieser liegt voraussichtlich mit rund 1,518 Millionen Euro 163 000 Euroüber dem für 2007 kalkulierten Ansatz von bisher 1,355 Millionen Euro. "Damit würde annähernd wieder das Einkommensteuerergebnis von 1999 erreicht werden", sagte Büthe. Bei den Finanzausgleichsleistungen des Landes, den so genannten Schlüsselzuweisungen, ist eine 2005 vom Land vorgenommene Kürzung zurückgenommen worden. Durch die Endabrechnung 2006 und erhebliche Nachzahlungen sowie eine vorgezogene erhöhte Auszahlung kommt es im Haushaltsjahr 2007 zu einer Mehreinnahme bei den Finanzausgleichsleistungen von rund 121 000 Euro gegenüber dem bisherigen Auetaler Haushaltsansatz. Auch die Kreisumlage steigt aufgrund der erheblichen Mehreinnahmen um 54 000 Euro auf nunmehr 1,854 Millionen Euro. Diesen Mehreinnahmen stehen Mehrausgaben der Gemeinde, insbesondere durch gestiegene Energiekosten, die Einrichtung einer Krippengruppe und die Einstellung einer Jugendpflegerin, in Höhe von etwa 65 000 Euro gegenüber. "Nach dem aktuellen Stand wird sich der Fehlbetrag in 2007 voraussichtlich von ursprünglich 225 000 Euro um rund 145 000 Euro auf rund 80 000 Euro verringern", sagte Büthe. "Damit sind wir auf dem Weg, das Niveau von Mitte der 90er Jahr zu erreichen." "Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Preise im Vergleich zu den 90er Jahren überproportional gestiegen sind. Real ist weniger Geld verfügbar und die Kaufkraft ist geringer", gab Bürgermeister Thomas Priemer zu bedenken. Allerdings hätte die Verwaltung in diesem Jahr noch ein Quartal vor sich und werden nichts unversucht lassen, um von den Minus 80 000 Euro auf Null zu kommen, versprach der Bürgermeister. Dabei solle aber weiterhin etwas für die Gemeinde Auetal getan werden. "Auch in Zeiten knapper Kassen haben wir etwas bewegt", stellte Priemer fest. Man habe zwar Personal eingespart und Standards abgebaut, aber die Verantwortung für die Gemeinde immer im Blick. "In Sachen Straßenunterhaltung, Grabenräumung und Objektunterhaltung haben wir nur die notwendigsten Arbeiten ausgeführt und durch eine hohe Ausgabendisziplin nur die Summen ausgegeben, die zur Verfügung standen", erläuterte Priemer. Trotzdem sei es in den vergangenen Jahren gelungen Feuerwehrgerätehäuser zu sanieren, Kindergärten und Schulen nach energetischen Maßstäben umzubauen und die Prioritätenliste kontinuierlich abzuarbeiten. "Gemacht wurde nicht was wünschenswert oder begehrlich, sondern was notwendig und sachgerecht war", so Priemer und diesen Weg will die Gemeinde weiterhin beschreiten. "Wir wollen das Auetal vor allem für Familien weiter interessant gestalten", sagte Priemer. In Sachen Kinder- und Jugendbetreuung, Schule, Sport- und Freizeitanlagen sei die Gemeinde gut aufgestellt. "Wir werben weiter offensiv als Standort für Familien und Gewerbe", versprach Priemer. Gleichzeitig baut die Gemeinde Auetal kontinuierlich ihre Schulden ab. "Um fünf Prozent pro Jahr. Das sind in fünf Jahren eine Million Euro. Das muss uns erst einer nachmachen", so Priemer.

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