weather-image
"Flag-Football" auf dem Weg in die Schulen

Spannung auch ohne Körperkontakt

Bückeburg (mig). Eine runde Rugbypille, rote und blaue Bänder und zwei Mannschaften - mehr braucht es nicht, um eine ordentliche Partie "American Flag Football" zu spielen. Bald soll der attraktive Sport auch den Sportunterricht an Schaumburgs Schulen bereichern. Eine Lehrerfortbildung zum Thema fand jetzt in der Dr. Faust-Sporthalle sta tt.

0000482824.jpg

So schnell kann es gehen. Eben noch hat Sebastian zwei Gegner aus dem Rennen genommen, da verliert er selbst die rote "Flagge". Eine Mitschülerin hat den großen Jungen mit einer geschickten Körpertäuschung in die falsche Richtung geschickt - und den Wimpel von seinem Gürtel gezogen. "Mit gefällt, dass man für "American Flag Football" nicht kräftig sein muss", sagt Angelika Dierking, die die Szene beobachtet hat. "Ein weiterer Vorteil ist das körperlose Spiel und die damit verminderte Verlet- zungsgefahr." Bei der Juniorenvariante "5on5" ist - trotz der großen Ähnlichkeit mit "American Football" - Rempeln, Stoßen und Halten streng verboten. Um einen Angriff zu unterbinden, müssen die Verteidiger dem Gegenspieler die sogenannte "Flag" - ein langes Stück Stoff - vom Gürtel ziehen. Um sich "nicht gegenseitig die Wiese abzugrasen", müsse die Schule eng mit den Vereinen kooperieren, meint die Lehrerin. Insgesamt 20 Lehrer und Lehrerinnen hatte Dierking, Fachberaterin für den Schaumburger Schulsport, in die Dr. Faust-Halle eingeladen. Am Ende der praxisorientierten Fortbildung sollte die Frage beantwortet werden, ob "Flag Football" auch den Sportunterricht an heimischen Schulen bereichern kann. "Wir wollen, dass jeder Schüler im Schulsport seine sportliche Heimat findet", verdeutlicht Dierking, "wichtig ist es, eine große Bandbreite anzu- bieten." Einen ersten Eindruck vermittelte ein Probetraining mit Maick Peters, dem "Flag Football"-Beauftragten und Trainer der Landesauswahl. Zumindest an der Herder-Schule wird "Flag Football" wohl auch nach der Lehrerfortbildung weitergespielt. Hier wurde schon das notwendige Material angeschafft, nur einen Ballwurf entfernt liegt zudem die Spielstätte der Schaumburg Rangers. Ob "Flag Football" in Deutschland genauso populär wird, wie in den USA, scheint aber fraglich. Dort gibt es rund acht Millionen Flag Football-Spieler. Seit dem Jahr 2006 gibt es auch in Deutschland eine bundesweite Liga. Nebenbei der nächste Termin der Rangers: Sonntag, 20. April, 15 Uhr; Schaumburg Rangers gegen Rotenburg Cyclones, Dr. Faust Platz.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt