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Rohmelbad bleibt noch bis mindestens 9. September geöffnet / Besucherzahlen schlecht wie im Vorjahr

Spätsommertage sollen die Bilanz aufpolieren

Bad Münder (mf). Die gute Nachricht: Das Rohmelbad wird noch bis mindestens Sonntag nächster Woche geöffnet bleiben: Die schlechte Nachricht: Die vorläufige Saisonbilanz fällt nach dem schon schlechten Vorjahresergebnis erneut bescheiden aus. Bis gestern wurden 30 200 Besucher gezählt.

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„Wir hoffen jetzt noch auf einen schönen September“, sagt Fachbereichsleiter Uwe Hünefeld von der Stadtverwaltung. „Mit Glück können wir dann aus dem bisher miserablen noch ein schlechtes Ergebnis machen.“

Alles, was unter 30 000 Gästen bleibt, gilt bei den Verantwortlichen als kleine Katastrophe. Daran schrammt das Rohmelbad diesmal zwar noch haarscharf vorbei, gleichwohl gelten die Zahlen als ausgesprochen kritisch. Sie sind weit entfernt von denen früherer Jahre. „Da lag unsere Erwartungshaltung bei 45 000 bis 50 000 Besuchern“, erinnert sich Hünefeld.

Schuld sei wie schon in der Saison 2011 das schlechte Wetter. Viele Öffnungstage seien völlig verregnet gewesen, längere Hochsommerperioden habe es mit Ausnahme des Augusts kaum gegeben.

Immerhin: Die Wettervorhersage für die kommenden Tage stimmt Hünefeld noch einmal optimistisch: „Es sieht ganz gut aus. Wichtig ist vor allem, dass die Temperaturen nachts nicht in den einstelligen Bereich abrutschen. Das würde sich sonst sofort auf die Wassertemperaturen auswirken.“ Bis zum 9. September werde das Bad deshalb definitiv aufbleiben. „Und wir hoffen, anschließend noch ein paar Tage dranhängen zu können.“ Hünefeld appelliert an alle Wasserratten, die Chance zu nutzen und dem Bad noch mal einen Besuch abzustatten. Im vergangenen Jahr konnten Schwimmer letztmalig am 4. September in die Fluten steigen.

Großen Dank zollt Hünefeld den beiden erstmals eingesetzten Saisonkräften, Nicole Beldner und Peter Lochmann. Er hoffe, dass die Zusammenarbeit mit ihnen 2013 fortgesetzt werden könne.

Über die Wintermonate sind verschiedene Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten geplant. So soll das Schwimmerbecken, das im Zuge des Konjunkturpakets eine neue Betonhülle erhalten hat, nun auch noch gestrichen werden.

Hünefeld prüft nach eigenen Angaben auch den Aufbau eines neuen Kassenautomaten. Hintergrund ist, dass dem Bad jährlich in nicht unerheblicher Höhe Einahmen verloren gehen, weil sich Besucher mithilfe falscher Eingaben durch den Eingang mogeln. Solche Mauscheleien könnten durch moderne Technik zumindest eingedämmt werden, so Hünefeld. Etwa, indem die Eingaben auf große Displays übertragen werden. So habe das Aufsichtspersonal eine bessere Kontrollmöglichkeit. Außerdem würden andere Badegäste in der Schlange Zeugen eventueller Betrügereien, wovon sich Hünefeld zusätzlich abschreckende Wirkung erhofft.

Finanzieren möchte der Fachbereichsleiter die Investitionen mit Unterstützung des Freundeskreises Rohmelbad. Denn klar sei: Die Stadt selbst werde aufgrund ihrer Haushaltslage kein Geld bereit stellen können.

Schwimmen bei Wind und Wetter ihre Bahnen: Gabi Brockhagen (l.) und Ilse Grupe.

Foto: lil



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