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Sozialraum-AG plant Aktionsmonat zu Integration und Toleranz

BAD MÜNDER. In Zukunft zusammenleben – Bad Münder „fair“-wandeln. Unter diesem Titel soll es im nächsten Jahr einen Aktionsmonat geben. Ausgerufen wurde das Motto von Katharina Werner, Sina Bruns und Sven Schnase von der Sozialraum-AG.

Vielfalt aktiv gestalten: Hermann Wessling(mitte, von links), Katharina Werner, Sina Bruns und Sven Schnase, Sina Bruns, im Gespräch mit Sven Schnase. Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

Das Projektteam stellte jetzt ihre Vorstellungen für den Aktionsmonat vor den gut 30 Teilnehmern der Sozialraum-AG vor. Ziele des Projektes: Toleranz fördern, Vorurteile beseitigen und Vorteile von Vielfalt sichtbar zu machen – zusammengefasst in der Frage: „Was haben wir und was brauchen wir in Bad Münder, um fair miteinander umzugehen?“

Ein hoch gestecktes Ziel – mit außerdem eng getaktetem Zeitplan. Die Vorbereitungen dafür begannen bereits im Juni 2017 über die jetzige Vorstellung in der Sozialraum-AG bis hin zum gemeinsamen Projektende mit Präsentationen und einem Fest am 5. Mai 2018. Herausgearbeitet werden sollen bis dahin die Unterschiede zwischen Exklusion, Integration und Inklusion.

Denn bei den Begriffen geht vieles durcheinander, wie Sven Schnase, Flüchtlingssozialarbeiter des Landkreis, Sina Bruns, Integrationsbeauftragte bei der Stadt und Katharina Werner, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Bad Münder gemeinsam erklärten. Außerdem gehe es darum, Hürden bei der Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen zu überwinden. Beispiele dafür gibt es zahlreiche – angefangen bei der strengen Abgrenzung von Spielzeug für die Geschlechter: Die Sozialarbeiter erklärten beispielsweise die Probleme von Barbie-Puppen nur für Mädchen oder Spielzeugautos, die ausschließlich für Jungs beworben und entworfen werden. Selbst die sonst eher neutralen Überraschungseier für die Kleinen seien mittlerweile nach Geschlechterklischees entworfen, kritisierte das Projektteam bei der Präsentation.

Stattdessen soll also in Bad Münder weiter Toleranz im Zusammenleben ohne Rollenklischees gefördert werden. Geplant wird dafür eine „Daumen-Aktion“, eine Facebook-Seite soll ebenfalls an den Start gehen. So soll gezeigt werden, was in Bad Münder gut läuft – garniert mit einem Daumen, der nach oben zeigt – und Stellen, wo noch Verbesserungspotenzial herrscht, mit einem Daumen nach unten. Die Seite ist noch in Arbeit, hieß es bei der Sitzung in der Mensa der KGS, könne aber später nützlich sein, um positive Veränderungen in Bad Münder aufzuzeigen.

Für die Aktion sollen alle mit im Boot sein: Schulen, Kindergärten, Kirchen, Stadt- und Kreis-Jugendpflege, Sozialarbeiter sowie Polizei.

Zum Auftakt ist am 29. März ein Vortrag von Katrin Oberpriller von der Uni Hamburg vorgesehen. Die Psychologin referiert zu den Themen Integration, Inklusion und Diversität. Das gemeinsame Fest am 5. Mai könnte in der Grundschule Eimbeckhausen oder in der KGS stattfinden. Dort soll dann auch eine „Gemeinsame Erklärung zur Inklusion“ von allen Beteiligten unterschrieben werden.



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