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Im Rat: Historische Altstadt, Freibad und Steinzeichen Steinbergen "Ausflugsorte"

Sonntagsverkauf: Souvenirs ja - Schmuck und Bekleidung nein?

Rinteln (crs). Der Rat hat bei zwei Enthaltungen von der WGS einstimmig beschlossen, den Antrag auf Anerkennung als Ausflugsort zu stellen - unter der Maßgabe, dass auf eine landesweite Beschränkung des Verkaufs von Bekleidung und Schmuck hingewirkt werden soll. Eine entsprechende Gesetzesinitiative hat die Grünen-Ratsfrau und Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold im Landtag gestartet. "Was hat Ausflug mit Einkaufen zu tun?", wandte sich Thomas Fricke (SPD) gegen den ausufernden Verkauf an Sonn- und Feiertagen. Er argumentierte vom christlich-sozialen Standpunkt aus: Der Sonntag sei der einzige Tag, an dem man seinem Glauben nachgehen könne, die "Ausflugsort"-Regelung betreffe vor allem Frauen. Vorteile für den Einzelhandel sah er nicht: "Der Umsatz ist verteilt, der wird sich nicht vervielfachen." Ähnlich argumentierte Helmhold, die den "Ausflugsort als Einfallstor" für familienfeindliche Regelungen wertete. Viele Städte nutzten diese Nische, vor allem sogenannte "Outlet-Center" mit schlecht bezahlten Verkaufskräften, betonte sie: "Der inhabergeführte Einzelhandel will das gar nicht - die müssten dann nämlich sonntags selber im Laden stehen."

Mit der Gesetzesinitiative gegen den Verkauf von Bekleidung und Schmuck an Sonntagen hofft Helmhold, die Sonntags-Sortimente der "Ausflugsorte" auf den tatsächlichen Reisebedarf zu beschränken. In Rinteln soll die Regelung für das Erholungsgebiet Doktorsee, das Steinzeichen in Steinbergen, das Weserangerbad und den Bereich der historischen Altstadt gelten.




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