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Gesellschafter nehmen erste Bürgersolaranlage in Rodenberg in Betrieb / Jeder Sonnenstrahl bringt von nun an Geld

Sonnenenergie-Premiere: "Es gibt noch viele Dächer"

Rodenberg (rwe). Die erste Bürgersolaranlage in Rodenberg ist am Netz. Seit einigen Tagen verwandeln die 136 Module auf dem Dach des Kindergartens im Mozartweg den Sonnenschein in sauberen Strom. Im kleinen Kreis feierte die private Gesellschaft letzte Woche den Start.

Wenn künftig die Sonne scheint, hat Thomas Rector gleich doppelten Grund zur Freude. Nicht nur das gute Wetter hebt dann die Laune, sondern auch der Gedanke daran, dass Rodenbergs erste Bürgersolaranlage kräftig Strom in das Netz speist. Rector ist Geschäftsführer und einer von 16 Gesellschaftern. Diese hat für 102 000 Euro die neue Anlage auf das Dach des Kindergartens Mozartweg gebaut und bekommt nach dem Energie-Einspeise-Gesetz künftig jede Kilowattstunde mit 46,75 Cent vergütet. Bringen es die 136 Module und vier Wechselrichter im Jahr auf die erwarteten 20 000 Kilowattstunden, dann dürfte sich die Investition nach 13 bis 14 Jahren amortisiert haben. Danach bringt jeder Sonnenstrahl den Gesellschaftern die Rendite. Auf "drei bis vier Prozent" kommen die umweltbewussten Anleger, kalkuliert Horst Roch. Der Solarberater ist ebenfalls beteiligt und hat das Projekt konzipiert. Noch seien nicht alle Arbeiten erledigt, sagte er bei der offiziellen Inbetriebnahme. So wird demnächst im Kindergarten eine Tafel aufgehängt, an der jeder Besucher ablesen kann, wie viel Strom die Module bereits geliefert haben und wie viel Kohlendioxid dadurch gespart wurde. Und ein paar Zweige eines Baumes stören auch noch. "Wir wollen die Sonne natürlich zu 100 Prozent nutzen", sagte Roch. Rector hatte zuvor an die Entwicklung erinnert, die bei der Woche der Sonne im Mai 2007 ihren Ursprung hatte. Aus dem Kreis der Lokalen Agenda 21 wuchs die Initiative zu einem konkreten Ergebnis. Die Module auf dem Dach liefern Strom für vier bis fünf Familien, sparen den Ausstoß von zwölf Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Rector bedankte sich bei vielen Unterstützern und vor allem bei der Samtgemeinde für das Vertrauen, das Dach nutzen zu können. "Es ist toll, was hier in die Wege geleitet wurde", gab Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann das Lob zurück. Die Politik habe den Wunsch zügig begleitet und sogar auf eine Pacht verzichtet. Der Kindergarten als Standort sei passend und pfiffig. So lernten die kleinen Besucher gleich die umweltschonende Technik kennen. Die Installation habe im Rat eine Diskussionüber weitere Energiesparmaßnahmen in Gang gesetzt. Künftigen Anlagen steht der Samtgemeindebürgermeister offen gegenüber: "Es gibt noch viele Dächer."




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