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Nachtausgabe: "Little Jazz" als Big-Band

Sonderapplaus für drei Stunden feinsten Jazzspaß

Bückeburg (bus). Kinder, wie der Jazz vergeht! Dass die im Rahmen der von der Volksbank in Schaumburg und unserer Zeitungsgruppe auf die Beine gestellten "Nachtausgabe" präsentierte "Jazz-Party" am Dienstag ihre bereits fünfte Auflage erlebte, verblüffte etliche Besucher in der vollends gefüllten Geldhaus-Schalterhalle dann doch ein wenig. Lobenswerterweise hielten sich Chefkümmerin Monika Luhmann und Helmut Rinne, dem die Regie des musikalischen Parts oblag, nicht lange bei Glückwünschen und Geschenken auf. Viermal mit den Fingern den Takt angeschnippt und los gings: "Be My Guest".

Den Zugaben entzog sich "Little Jazz in bewährter Weise: Sie for

Für den Sound des Startschusses zeichnete diesmal gleich die fast komplette Schar der anwesenden Musiker verantwortlich. Anders als in den Vorjahren, in denen zumeist "Little Jazz" den Auftakt im Alleingang gestaltete, standen die Interpreten von Anfang an beinahe in Big-Band-Stärke auf der Bühne. Zur "Volksbank-Haus-Kapelle" - Eckie Möller (Posaune), Mirko Pfennig (Bass), Wolfgang Stahlhut (Schlagzeug), Christoph von Storch (Gitarre) und Bandleader Helmut Rinne (Klarinette, Saxophon, Gesang) - gesellten sich die Gäste Mustafa Boztüy (Perkussion, Thomas LEtienne (Klarinette, Saxophon) und Karsten von Lüpke (Piano) sowie die aus Maastricht angereisten Bart Brouwer (Posaune) und Jan Wouters (Trompete, Gesang). Später kamen Petra Dallwitz (Pauke) und Elaine McKeown (Gesang, beide Maastricht) hinzu. McKeown kam die knifflige Aufgabe zu, sozusagen gegen Marion Wallbaum anzusingen, die während der zurückliegenden Parties eine der Trumpfkarten der Veranstaltung gewesen war. Die "Neue" zog sich unterdessen hervorragend aus der Affäre und sofort mit dem ersten Stück ("Shes My Desire") die Sympathien auf ihre Seite. Der Klassiker "Sentimental Journey" kam - im Gleichschritt mit Evergreens wie "Blueberry Hill" und "Tennessee Waltz" - in einer aufgepeppten Funk-Version daher, die allemal einen Extra-Beifall wert war. Ebenfalls große Begeisterung rief das selten gehörte karibische "Mettez i dehro" hervor. Den Titel der von der Insel Martinique stammenden Tonfolge übersetzte Interpret LEtienne mit "Raus mit Euch". Auch sonderapplausträchtig: "Johnny Be Good" im Boogie-Gewand, "Do Whatcha Wanna" als Posaunen-Duell und "Undecided", bei dem LEtienne und Rinne zum furiosen Klarinetten-Doppel antraten. Als nach mehr als drei Stunden feinsten Jazz-Vergnügens Elaine McKeown mit "Bye Bye Blackbird" feinfühlig aber unmissverständlich Abschiedstöne anklingen ließ, hatten die Zuhörer mehr als zwei Dutzend Titel genossen.

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