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Schonüber 200 Anmeldungen liegen vor / Projektleiter Kania bekommt auch ungewöhnliche Anfragen

Sommeruni: Auch Großväter sind willkommen

Rinteln (ur). Weitüber 200 Anmeldungen sind inzwischen schon bei der Volkshochschule für die Sommeruni 2008 eingegangen. Und täglich kommen neue Anfragen - darunter durchaus auch sehr ungewöhnliche, wie jetzt Günter Kania als Projektverantwortlicher preisgab.

"Gestern meldete sich bei mir ein 70-jähriger Herr aus Potsdam, der sich für unser Informationsangebot eines Studiums zum Reinschnuppern interessierte. Seine Begründung: Wenn ich jetzt auf meine alten Tage als gelernter Buchhändler noch ein geisteswissenschaftliches Studium beginnen und sogar abschließen möchte, kann ich mir keine zwei Semester Umweg leisten. Da will ich die heutigen Rahmenbedingungen schon kennen und mich auch im ersten Anlauf auf das richtige Fach und die richtige Uni ein- lassen." Zumal er in dieser Woche auch erfahren wolle, wie er im alltäglichen Ablauf mit jungen Leuten klar kommen könne, die über 50 Jahre jünger sind. Einzig auf die Erfahrung der improvisierten Unterkunft in Klassenzimmern wolle er verzichten: "Ich habe mir schon mal Hotelprospekte angefor- dert." Eine wesentlich jüngere Interessentin ging die Sache noch forscher an: Ob man denn eine Bestätigung über erfolgreiche Teilnahme bekomme, damit man sich damit noch Erfolg versprechender für Stipendien von irgendwelchen Studienstiftungen bewerben könne, fragte die 17-jährige Birte aus Hameln. Und sehr gezielte Erwartungen hat offenbar Thorsten aus dem ostfriesischen Aurich: "Der wollte doch tatsächlich wissen, wie das anteilige Verhältnis von männlichen zu weiblichen Teilnehmern ist." Thorsten hat jetzt eine Entscheidungsgrundlage: Auch an der Sommeruni zeigt sich, dass junge Frauen ihre Zukunft offenbar stärker in die eigene Hand nehmen wollen als ihre männlichen Altersgenossen. "Man merkt tatsächlich, dass viele junge Leute in der Lebenswirklichkeit angekommen sind und unser Angebot nicht nur als Chance für ein paar kurzweilige Tage unter Gleichaltrigen sehen, sondern die Sommeruni als Baustein für eine aktive Planung be- trachten", freut sich Kania. Schließlich hat er als Vater eines studierenden Sohnes selbst seine Erfahrungen gemacht mit den Kosten und Ärgernissen, die durch einen akademischen "Fehlstart" ausgelöst werden können. Trotz der regen Nachfrage können sich noch weitere Teilnehmer für die Sommeruni anmelden, die übrigens vom 12. bis zum 18. Juli stattfindet. Näheres zum Ablauf, zu den ausgesprochen günstigen Konditionen und umfassenden Programmpunkten ist im Prospekt zu erfahren, der in vielen Schulen, Büchereien und sonstigen Einrichtungen ausliegt, sowie im Internet unter www.sommeruni-rinteln.de zu finden ist .




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