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Sommerfest: Alte Säcke in bester Gesellschaft

NIENSTEDT. „Der schönste Tag im Jahr“ ist für Artur Rentz der, wenn die „Alten Säcke“ in der Perle des Deisters auf die „Schönheiten unserer Ortschaft“ treffen. Nämlich dann, wenn das Sommerfest der „Alten Säcke“ gefeiert wird, zu dem sich auch Ehefrauen und Partnerinnen zu den Veteranen gesellen dürfen.

Autor

Gert Mensing Reporter

Seit 14 Jahren gibt es die „Alten Säcke“ bereits, doch zum Sommerfest durften jetzt erst zum fünften Mal auch Frauen an der Feier teilnehmen. Wie es zum Zusammenschluss der etwas älteren Herren kam, daran erinnert sich Ehrenstadtbrandmeister Robert Ascher noch genau. Denn er, einziger Nicht-Nienstedter in der geselligen Runde, war an der Gründung beteiligt.

Während einer von Ascher organisierten mehrtägigen Ausflugsfahrt der Feuerwehr-Alterskameradschaft entwickelten einige ehemalige Blauröcke den Wunsch, sich häufiger zu sehen, sich häufiger auszutauschen. „Man müsste“, so die Idee, die schnell weitergesponnen wurde, „man müsste doch in Nienstedt eine Art Frühschoppen einführen können.“ Zurück in der Heimat setzten die ersten den Gedanken um. Da man aus Altersgründen keinen Feuerwehr-Dienst mehr leisten durfte, war man halt ein „Alter Sack“.

Und so musste über den Namen nicht lange nachgedacht werden. Für die offizielle Verwendung wurde „Nienstedter Seniorengruppe um Artur Rentz“ gewählt – eigentlich aber setzte sich „Club der Alten Säcke“ durch. Seitdem kommen die Mitglieder regelmäßig zusammen. Und der Kreis wächst beständig. Die Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist nicht verpflichtend, schadet aber auch nicht. Ab 60 Jahren kann eine Mitgliedschaft im Club angepeilt werden. Das war auch bei Karl-Wilhelm Baule, Vorsitzender der Mehrheitsgruppe im Stadtrat, der Fall. „Als damaliger Ortsbürgermeister wurde ich zur Mitgliedschaft überredet“, sagt Baule durchaus stolz – seitdem habe er keines der Feste ausgelassen. Ähnlich verhält es sich auch bei seinem Nachfolger im Amt, Wolfgang Abend-Achilles. Beim ersten Mal war er als Ortsbürgermeister eingeladen, inzwischen aber als „Alter Sack“. Die Hierarchie ist ähnlich der des Feuerwehrwesens aufgebaut. Für Frank Müller beginnt die Geschichte gerade erst, denn er war jetzt erstmals als „Alter Sack“ dabei. Die erste Beförderung erhalten Mitglieder mit dem 70. Geburtstag. Das Datum markiert den Übergang zum „Uralten Sack“, ebenfalls ein Ehrentitel. Und viele der Mitglieder, wie auch Robert Ascher, sind bereits „Ur-Uralte Säcke“ – als mindestens 80-Jährige tragen sie den Titel mit Stolz und Fassung. Offen bleibt aber noch die höchste Rangstufe. Für Pressesprecher Lothar Strohmeier ist sie die „Elitetruppe“, die höchste Instanz. Lobende Worte gibt’s von ihm aber auch für das Vorstandsteam um Artur Rentz und den Alt-Ortsbürgermeister Wilfried Hücker und ihre Mitstreiter, die für die Organisation der Veranstaltungen zuständig sind.

Beim Sommerfest sorgte der „Alte Sack“ Manfred Proske wieder für die musikalische Unterhaltung, und auch ein paar deutlich jüngere Vertreter waren sehr willkommen: Das Team um den stellvertretenden Ortsbrandmeister Christian Schrader und Sabine Bartholdy sorgte für das leibliche Wohl, zunächst bei Kaffee und Kuchen, später noch mit Grillspezialitäten.




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