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Soll die KGS Buttes Namen tragen?

Bad Münder. Der bisherige Name ist funktionell, aber auch nicht mehr. KGS Bad Münder heißt die Kooperative Gesamtschule in Bad Münder bislang. Jetzt starten die Unabhängigen im Kreistag eine Initiative, die kreiseigene Schule an der Bahnhofstraße umzubenennen: „Landrat Rüdiger Butte Schule“ soll sie heißen, in Würdigung der Leistungen des am 26. April ermordeten Landrates für die Einrichtung.

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Für die Unabhängigen begründet der stellvertretende Vorsitzende der Unabhängigen im Kreistag Helmuth Mönkeberg den Antrag seiner Fraktion an das höchste Gremium des Landkreises. „Rüdiger Butte hat sich als Landrat außerordentlich stark für die Errichtung der Schule eingesetzt. Dabei hat er losgelöst von parteipolitischen Interessen die Notwendigkeit dieser Bildungseinrichtung an diesem Standort erkannt und beharrlich verfolgt. Dieses verdient Dank und Anerkennung“, so Mönkeberg.

Die Fraktionsspitzen von SPD und CDU reagieren auf den Vorstoß Mönkebergs wenig begeistert – nicht, weil sie eine Würdigung Buttes nicht unterstützen wollen, sondern weil sie den Zeitpunkt unglücklich finden.

Ulrich Watermann, Sprecher der Mehrheitsgruppe im Kreistag, spricht sich dafür aus, erst ein Jahr nach dem Tod Buttes das Thema aufzugreifen und dann mit Abstand und gemeinsam mit der Familie Buttes zu überlegen, in welcher Form eine Würdigung gestaltet werden kann, welche Möglichkeiten es gibt.

Für Watermann steht außer Frage, dass eine Würdigung erfolgen wird. „Ich weiß von vielen Überlegungen in diese Richtung. Aber wenn ich gefragt werde, rate ich dazu, nichts zu übereilen, erst einmal ein Jahr abzuwarten.“ Der SPD-Fraktionschef will entsprechend den Antrag auch nicht ablehnen, ihn aber als Arbeitsauftrag für die Kreisverwaltung verstanden wissen, auf den dann zu gegebener Zeit zurückgegriffen werden könne. „Rüdiger Butte hat sich sehr um die Schule in Bad Münder gekümmert, aber eben auch um viele andere Bereiche“, sagt Watermann.

Ähnlich sieht es auch CDU-Kreisfraktionschef Otto Deppmeyer. „Alles hat seine Zeit“, sagt er. Auch er hält es für angebracht, das Thema frühestens ein Jahr nach dem Tod Buttes anzugehen. „Dabei geht es doch nun wirklich nicht um einen Wettkampf, wer die Würdigung zuerst vorgeschlagen hat.“jhr

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