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Gemeinde plant mit Sonnenstrom / Zeitlicher Ablauf ist im Bauausschuss noch strittig

Solaranlage für den Vorbildcharakter

Helpsen (gus). Die Gemeinde Helpsen plant den Bau einer Photovoltaikanlage - obwohl damit kein Geld zu verdienen sei. Der zeitliche Ablauf war im Bauausschuss noch strittig, während sich die Mehrheit grundsätzlich für den Bau aussprach.

Die Solaranlage auf dem Dach des Bauhofgebäudes am Bahnhof ist technisch möglich, ein Angebot liegt bereits vor, wie Gemeindedirektor Ditmar Köritz erklärte. Es soll aber in jedem Fall ein Vergleichsangebot eingeholt werden. Ausschussvorsitzender Horst Struckmann (SPD) stellte die Grundsatzfrage: „Wollen wir das machen oder nicht?“ Die Antwort lautete fast einstimmig „ja“, allerdings meinte Reinhard Schaal, die Gemeinde würde Verluste mit dem Sonnenstrom einfahren.

Die Baukosten betragen laut erstem Angebot rund 63 000 Euro, es sind keine Zuschüsse zu ergattern. Jährliche Einnahmen von 5000 Euro Ertrag stünden in Aussicht. „Das ist aber nicht der Reingewinn“, sagte Köritz. Eine detaillierte Amortisierungsrechnung liege noch nicht vor, mindestens 20 Jahre liefe die Solaranlage. „Geld verdienen kannst Du damit nicht“, sagte Neitsch. Uwe Goth (SPD) hatte zuvor bereits gesagt, dass das Erzeugen ökologisch sauberer Energie auch begrüßenswert ist. „Man sollte das nicht nur unter dem Verdienstaspekt sehen.

Goth: „Ich neige zur Vorsicht. Zwar sollten wir das tun, aber die politische Großwetterlage schwer in Bewegung.“ Es sei abzuwarten, was in Berlin hinsichtlich der künftigen Energiepolitik beschlossen wird. „Nicht dass jetzt wir etwas beschließen, was später zu deutlich günstigeren Konditionen zu haben ist“, so Goth. Martina Lohmann (CDU) sprach sich dafür aus, einen Zeitrahmen abzustecken und dann Angebote zeitnah einzuholen.

Grundsätzlich votierte der Ausschuss für die Photovoltaikanlage. Die Gemeinde solle als Vorbild fungieren. „Alle reden davon, dass Atomkraftwerke abgestellt werden sollen. Dann muss man auch etwas dafür tun“, sagte Goth.




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