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Solar

Ein volkswirtschaftlicher Gewinn: Photovoltaik-Anlagen

Die Rechnung geht auf: Strom dank Sonne

Die Kosten für Strom aus Photovoltaik-Anlagen sind in den vergangenen 15 Jahren stark gesunken. Während eine Kilowattstunde Solarstrom 1995 noch rund 2 DM kostete, wird diese heute von neuen Anlagen in Solarparks schon für 32 Cent produziert. Solarstrom macht sich also bezahlt

Serienproduktion, Vervielfachung von Anbietern und Nachfragern sowie technische Entwicklungssprünge haben die Photovoltaik erschwinglich gemacht. Ganz ohne Anschubförderung wäre es aber nicht soweit gekommen.

In den 1990er Jahren ermöglichten zunächst fortschrittliche Stadtwerke und Kommunen den kostendeckenden Betrieb einer Photovoltaik-Anlage, indem sie für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom einen festen Tarif zahlten.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG) hat dieses Prinzip auf Bundesebene übernommen. Für einen Zeitraum von 20 Jahren gewährt es einen festgelegten Tarif. Jahr für Jahr sinken die Einspeisetarife, so dass Hersteller von Photovoltaik-Anlagen immer günstigere und effizientere Anlagen anbieten müssen, wollen sie weiterhin Abnehmer finden. Dieser Innovationsdruck macht sich schon jetzt bezahlt. Ab etwa 2015 werden die Kosten so weit gesunken sein, dass eine Kilowattstunde Solarstrom günstiger ist als der Strompreis, den ein Endverbraucher für die konventionelle Kilowattstunde aus der Steckdose zahlt. Wer selbst Strom vom eigenen Dach erntet, schafft so die beste Versicherung gegen weitere Preisanstiege und die Knappheit fossiler Ressourcen.

Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt eine Förderung notwendig – und berechtigt: Die Umlagefinanzierung verteilt die Mehrkosten (2008: ca. 1,8 Mrd. Euro) gleichmäßig auf alle Stromverbraucher. Ein durchschnittlicher Haushalt zahlt bei einer monatlichen Stromrechnung von 67,57 Euro nur 1,26 Euro monatlich für die Photovoltaik-Umlage des EEG (Endverbraucher-Strompreis 23,2 ct/ kWh, 3.500 kWh Jahresverbrauch). Wer sparsamer mit Strom umgeht, zahlt somit weniger. Zudem ist Solarstrom ein volkswirtschaftlicher Gewinn: Er spart bis 2030 rund 28 Milliarden Euro an Brennstoffkosten und vermeidet Klima- und Umweltschäden im Wert von über 16 Milliarden Euro.




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