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Söltjermeile: Interview mit Achim Stadie

BAD MÜNDER. Am Sonnabend startet die Söltjermeile – eine Premiere für Bad Münder. Die Wirtschaftsvereinigung (WV) startet damit einen weiteren Versuch, eine Art Wirtschaftsschau in der Stadt zu etablieren. Dieses Mal soll durch den Veranstaltungsort mitten im Zentrum auch die Innenstadt belebt werden.

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Vor dem Start sprach NDZ-Redaktionsleiter Christian Zett mit WV-Vorstandsmitglied Achim Stadie.

Hallo Herr Stadie – sind Sie schon aufgeregt?

Ja, insbesondere was das Wetter angeht. Ich gucke gerade mal – im Moment sieht es aus, als ob der Regen schon am Freitag kommt. Das ist schlecht beim Aufbau, aber besser als am Wochenende.

Ich gehe also davon aus, dass Sie drei Mal am Tag die Vorhersage überprüfen.

Genau. Dabei habe ich ja keinen Einfluss auf das Wetter…

Was ist für Sie die Söltjermeile? Der Beitrag der Vereinigung zur Innenstadt-Belebung?

Ja, auch. Für mich ist das eine Kombination: Wir geben den Gewerbetreibenden eine Plattform. Und tun das dort, wo wir die Leute hinlocken wollen – mittendrin. Und durch den verkaufsoffenen Sonntag sind auch die Geschäfte eingebunden, für die ein Stand vielleicht nicht infrage kommt.

Worauf freuen Sie sich besonders?

Auf viele Besucher, auch von außerhalb. Und darauf, mit Leuten zu quatschen, die vorher vielleicht skeptisch gewesen sind.

War das denn die Mehrheit?

Das war ganz gemischt. Es ist aber auch verständlich, wenn Leute skeptisch sind. Schließlich ist das in der Form das erste Mal, dass wir so etwas machen. Da sind die Leute vorsichtig – und da gibt es natürlich auch Fragen.

Hätten Sie sich mehr Aussteller direkt aus dem Stadtgebiet Bad Münder gewünscht?

Wünschen kann man sich viel. Natürlich wäre toll, wenn alle gesagt hätten: Da müssen wir hin. Aber das habe ich auch nicht ernsthaft erwartet. Vielleicht sagen die, die abgewartet haben, hinterher: Mensch, das war so toll, hätte ich mal bloß mitgemacht.

Es soll aber in jedem Fall eine Fortsetzung geben?

Das ist der grundsätzliche Plan: Wir wollen alle zwei Jahre eine Söltjermeile – und zwar so terminiert, dass wir weiterhin nicht mit der Springer Wirtschaftsschau in Konkurrenz treten. Jetzt beim ersten Mal ist der zeitliche und organisatorische Aufwand auch für die beauftragte Agentur so groß, da legt man in jedem Fall erst mal drauf. Darum gilt: Es darf und wird keine Einzelveranstaltung bleiben.

Sie verfolgen die Debatte um die Fußgängerzone. Wie sieht die Wirtschaftsvereinigung das?

Wir haben keine offizielle Stellungnahme – einfach deshalb, weil die Meinungen unserer Mitglieder so unterschiedlich sind. Einige wollen, dass alles bleibt, wie es ist. Andere wünschen sich die Öffnung der Fußgängerzone für den Autoverkehr.

Und Sie ganz persönlich?

Das ist aber wirklich meine Meinung und nicht die des Vorstands: Ich liebe Fußgängerzonen. Ich liebe es, draußen zu sitzen, ein Eis zu essen oder einen Kaffee zu trinken und dabei nicht von Autos gestört zu werden. Darum finde ich persönlich auch eine Marktstraße, die durchgehend echte und permanente Fußgängerzone ist, sehr charmant.

Information

Die Söltjermeile öffnet am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr in der Innenstadt. Am Sonnabend spielt ab 20 Uhr die Band „88 Miles“.

Tagsüber gibt es neben den Ständen der Aussteller auch das Projekt „Bad Münder macht Kunst“, Salz sieden mit dem Söltjer, Kutschfahrten sowie Bühnenauftritte zahlreicher Bands und Gruppen.

Ein Spielefest am Nachmittag an der Sparkasse richtet sich an jüngere Besucher.

Am Sonntag ab 10 Uhr zeigt sich der Kinderzirkus Bikonelli in der Stadt.

Den Abschluss bildet ein Auftritt von Kabarettist Christian Korten.

Ausführliche Informationen zum Programm am morgigen Freitag auf vier Sonderseiten in Ihrer NDZ.



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