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So starten die Schützen in Egestorf ins Jubiläumsjahr

EGESTORF. Nicht ganz so groß wie beim letzten Jubiläum, aber erneut umfangreich ist der 1968 gegründete Schützenclub Egestorf in die Reihe der Veranstaltungen gestartet, die zum 50-jährigen Jubiläum mit einer Feier am 22. September seinen Höhepunkt finden soll. Zahlreiche Schießwettbewerbe bildeten jüngst den Auftakt.

Bei den Schüssen von Ortsbürgermeister Rolf Wittich schaut man ganz genau hin. Foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Bereits seit einiger Zeit sind etwa Mannschaften aus dem Kreisverband Deister-Süntel-Calenberg im Schützenhaus an der Aue aktiv beim Glückspokalschießen in einer offenen Klasse. Nachdem die ehemaligen Majestäten am Wochenende den Pokal der Könige untereinander ausschossen, war jüngst zudem die Dorfgemeinschaft gefragt. Mit der Armbrust wurden die neuen Bürgerkönige ermittelt. Wer dabei den Vogel abgeschossen hat, bleibt noch geheim: „Alle Siegerehrungen werden bei unserer Jubiläumsfeier durchgeführt“, teilte der Vereinsvorsitzende Michael Schepke mit. Aus diesem Grund wird das traditionelle Aufhängen der Königsscheiben diesmal entfallen.

Auch die Dorfjugend ermittelte mit der Armbrust ihren Bürgerkönig, während die Schüler mit dem Lichtpunktgewehr um die höchste Ringzahl kämpften. Gleichzeitig waren die Ortsvereine aufgerufen, als Mannschaft bei einem Preisschießen zu starten. In einer Einzelwertung konnten alle Einwohner fünf Treffer beim Glücksschießen auf die Scheibe setzen, um beim Jubiläumsakt an einer Verlosung teilnehmen zu können.

Die ersten Majestäten wurden übrigens schon ein Jahr nach Gründung des Schützenvereins ermittelt. Bei einem Skatabend hatten Wilfried Hennies, Klaus Damerau und Joachim Baxmann die Idee, in der damals noch eigenständigen kleinen Gemeinde einen Schützenverein zu gründen. Am 20. September 1968 zeigten sich im Gasthaus Hauk 26 Einwohner begeistert von der Idee und traten dem Verein bei. Geschossen wurde ebenfalls auf dem Saal der Gastwirtschaft.

Das erste große Schützenfest wurde 1972 gefeiert, wobei die eigene Vereinsfahne geweiht wurde. 1973 gab es einen Wechsel an der Vereinsspitze. Heinz Hermann Westphal löste Gründer Joachim Baxmann ab. Das nächste Schützenfest sollte 1978 zum zehnjährigen Bestehen folgen. Der Entschluss, ein eigenes Heim zu bauen, wurde ein Jahr später in die Tat umgesetzt. Der Verein hatte zu der Zeit bereits 138 Mitglieder.

Weitere große Schützenfeste folgten, zuletzt war der gesamte Kreisschützenverband 2008 zum 40-jährigen Bestehen nach Egestorf gekommen. Ein langer Umzug zog sich durch das Dorf, ein großes Festzelt stand wie schon bei den Festen zuvor auf dem Bahnhofsplatz. Damit ging aber auch gleichzeitig die Ära der Zeltfeste in dem heutigen Ortsteil der Stadt zu Ende.

Höhen und Tiefen erlebte der Verein immer wieder, die schwankenden Mitgliederzahlen blieben aber stetig bei über Hundert bestehen. Auch im Nachwuchsbereich können immer wieder Akzente gesetzt werden. Zahlreiche Kreismeistertitel und Kreiskönige stellte der kleine Ort, der aber von der Größe her im Kreisschützenverband zu den größeren Vereinen zählt.

Schon am Freitag geht die Reihe der Veranstaltungen weiter. Dann treten die Vereinsmitglieder an den Schießstand und ermitteln ihre Majestäten. Am Wochenende macht man sich auf die Reise zum Kreisschützenfest nach Feggendorf, wo einige Pokale auf die Egestorfer warten. Anfang Oktober sind die Schützen mit Eifer beim Stadtschützentag und dem damit verbundenen städtischen Königsschießen dabei, ehe sie sich wieder auf das große eigene Fest konzentrieren können.

Wer am 22. September beim Festakt an einem Spanferkel-Essen teilnehmen will, der sollte sich schon jetzt im Schützenhaus anmelden. Karten gibt es im Vorverkauf für 10 Euro. Neben dem Festessen erfolgen auch die einzelnen Proklamationen, ehe anschließend ein Tanzabend startet.



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