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4000 Fans feiern Sarah Connor

So schön kann die „Muttersprache“ klingen

Hannover – Swiss Life Hall. „Ich habe in den letzten fünf Jahren mehr Musik gemacht, als die Zeit davor“, erklärte Sarah Connor vor Kurzem in einem Interview. Nach ihrem letzten Album „Real Love“ (2010), hatte die gebürtige Delmenhorsterin endlich Zeit, um sich „das musikalische Handwerk anzueignen“ – ihre eigenen Geschichten auf ein neues Album zu packen. Am 22. Mai 2015 veröffentlichte sie den Longplayer „Muttersprache“ – zum Erstaunen vieler in Deutsch. Entstanden ist eine CD, die nicht etwa ein Comeback, sondern die Fortführung einer bis dato überaus erfolgreichen Karriere einläuten sollte. Das ist ihr meisterhaft gelungen – das Album schaffte den Einstieg von 0 auf 1 in die deutschen Charts und erreichte Platinstatus.

In schwarzer Fransenlederjacke und Borsalino-Hut stimmt Sarah Connor unter lautem Beifall der Fans den Opener „Halt mich“ an. Die 35-Jährige performt auf hohem internationalen Niveau – ein kleiner Catwalk führt ins Publikum, eine aufwendige Lightshow rückt sie und die drei Background-Sängerinnen bei ihren kleinen Ausflügen auf den Laufsteg ins rechte Licht.

Am Bühnenrand singt sie den Titel „Meine Insel“ – ein Stück, das allen besten Freundinnen gewidmet ist. Connors beste Freundin heißt „Pille“ und durfte an diesem Song aktiv mitarbeiten. Danach ein kurzes Bad in der Menge, das einen weiblichen Fan zu Tränen rührte – „Du musst doch nicht weinen“, tröstet die dreifache Mutter.

Die Sängerin verschwindet kurz hinter Bühne, zieht die Fransenjacke aus, setzt ihren Hut ab und betritt in einer roten College-Jacke die Bühne. „Jetzt nehme ich euch mit auf eine kleine Zeitreise“, ruft sie und startet ihr englisches Greatest-Hits-Medley. „Let’s Get Back To Bed – Boy“, „French Kissing“, „Bounce“ – Songs erklingen, die Sarah Connor damals im Schnellverfahren in die oberste Etage der Pop-Liga beamten.

Dann geht es überwiegend in Deutsch weiter. Letztendlich hat sie die Gregor-Meyle-Nummer „Keiner ist wie du“, in der TV-Show „Sing meinen Song“ dazu inspiriert, jetzt ihre Lieder in deutscher Sprache zu singen. Nicht immer klappt die Neuerfindung einer Künstlerin so reibungslos – Sarah Connor ist der Sprung von englischem Soul-Pop zu anspruchsvollem deutschem Liedgut jedoch meisterhaft gelungen.




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