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12 500 Fans feiern PUR in der ausverkauften TUI-Arena

So pur wie nie zuvor

Ob Andersson/Ulvaeus von ABBA, Lennon/McCartney von den Beatles oder Jagger/Richards von den Rolling Stones – sie alle sind als geniale Songwriter-Duos schon längst in den musikalischen Geschichtsbüchern verewigt. Ohne Zweifel haben sich auch Ingo Reinl und Hartmut Engler einen Eintrag ins Songwriter-Guinness-Buch-der-Rekorde gesichert, denn die beiden PUR-Musiker versorgen ihre Fangemeinde seit nunmehr 30 Jahren mit exzellentem deutschen Liedgut.

Auch ihr aktuelles Album „Achtung“ steigt nach Veröffentlichung von 0 auf 1 in die Charts ein – die Neverending Story der Pop-Band aus Bietigheim-Bissingen geht also weiter. Sicher ein Grund mehr, dass die „Puristen“ erneut zu Tausenden in die TUI-Arena pilgern, um das Konzert der deutschen Pop-Helden live und hautnah zu erleben. Apropos hautnah: Durch eine in der Mitte aufgebaute Center-Bühne ist es jedem Fan möglich, fast auf Tuchfühlung mit den sieben Schwaben zu gehen.

Mit dem Titel „Wer hält die Welt“ startet die Band um Frontmann Hartmut Engler ihre Show – mehr als 30 Songs, viele in Medleys verpackt, werden folgen und für 150 Minuten kollektive Glückseligkeit erzeugen. Mit „Heimwehland“ und „Vermiss dich“ folgen zwei weitere Stücke aus der aktuellen CD, bis bei „Freunde“ die Konzerthalle das erste Mal in ein riesiges Lichtermeer getaucht wird.

Bei „Achtung“ jagen rote Feuerbälle in den Bühnenhimmel – ein Lied, das zu mehr Respekt vor den Mitmenschen aufruft – auch bei PUR menschelt es gewaltig. Engler greift die Flüchtlingspolitik auf, warnt vor braunem Gedankengut – „Wir müssen uns positionieren, Stärke zeigen“, mahnt er und stimmt „Stark“ an. Engler ist während der gesamten Show Mittelpunkt des Geschehens, thront in der Mitte der Center-Bühne im hellen Scheinwerferlicht. So nimmt man ihn mehr wahr, lauscht seinen Statements. Seine musikalischen Mitstreiter agieren mehr oder weniger am Bühnenrand – eine klare Rollenverteilung, aber keine Degradierung. „Sie beschäftigen sich mit ihren Instrumenten, ich mit dem Publikum“, so der 54-Jährige, der mit gleichem Atemzug seine Kollegen dem Publikum vorstellt.

4 Bilder
... „Erklärer“ ...

„Anni“ erklingt – der Nachfolgesong zum Stück „Wenn sie diesen Tango hört“. „Das Stück handelt von meiner Mutter, die in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feierte – einen Tag danach habe ich ihre Geschichte in einen Song verpackt“, erklärt ein sichtlich gerührter Hartmut Engler.

Es folgt ein ruhiger Teil mit einem Akustik-Medley, das unter anderem Songs wie „Stell Dir vor“, „Imagine“, „Herzbeben“ und „Hör gut zu“ beinhaltet. Häuptling Engler setzt sich bei „Indianer“ einen riesigen Kopfschmuck auf sein Haupt und hüpft wie ein Flummi mit Background-Sänger/Keyboarder Cherry Gehring (mit Weihnachtsmütze) über den „Zeltplatz“ – Winnetou lässt grüßen.

Der Ausflug ins „Abenteuerland“ beginnt – das Publikums verfolgt mit „Funkelperlenaugen“ die Ausführungen ihres Reiseführers Engler. Auch wenn sich bereits das eine oder andere „graue Haar“ bei den Bandmitgliedern zeigt – PUR live ist immer noch „großes Kino“. Wir haben uns einmal mehr an „euch betrunken“ – hochprozentig gute Musik, nachdenkliche Texte – „Oh, wie war das schön“.

PUR – 26. August 2016 Gilde Parkbühne – 20 Uhr Karten: NDZ 05041/78910




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