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So bereiten sich die Vereine in Bad Münder auf die DSGVO vor

BAD MÜNDER. Fünf Buchstaben, die für Rätsel sorgen – hinter der Abkürzung DSGVO verbirgt sich die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Diese gilt ab dem 25. Mai. Zum einen soll sie zum Schutz der persönlichen Daten der Bürger beitragen, zum anderen bedeutet sie für Organisationen aber auch zusätzlichen Aufwand.

Datenschutz spielt nicht nur im Internet eine große Rolle. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Bei Datenschutz gehen die ersten Assoziationen schnell zum Internet. Jedem Nutzer ist wohl bewusst, dass seine Daten, die er auf Websites oder Onlineshops eingibt, gespeichert, verarbeitet und zum Teil weitergegeben werden. Doch auch abseits vom Internet sind viele personenbezogenen Daten gespeichert – etwa die Kontoverbindung beim Verein oder die Adresse bei der Stadtverwaltung. Wir haben uns bei den Vereinen in Bad Münder umgehört, wie sie mit der DSGVO umgehen.

„Natürlich müssen wir in Zukunft bei der Abbildung von Personen vorsichtiger sein“, sagt Helmut Burdorf, Vorsitzender der TuSpo. „Bei Fotos brauchen wir jetzt von allen Abgebildeten die Einwilligung. Das ist schon ein bisschen aufwendiger als bisher.“ Darüber werde er bald mit den einzelnen Abteilungen sprechen. „Wir haben gerade erst angefangen.“

„Dass man mit den Daten von Personen sorgsamer umgehen muss, haben viele Beispiele gezeigt“, meint Hermann Wessling, Vorsitzender von Forum Glas. „Auch wir wissen, dass wir künftig mit den Mitgliedsdaten noch behutsamer umgehen müssen.“ Welche Maßnahmen dazu nötig seien, müsse man aber noch überlegen.

Die Bürgerinitiative für die Kinder (BIK) reagiert auf die neue DSGVO mit einer Überarbeitung ihrer Homepage. „Das haben wir bei einer externen Firma beauftragt, damit rechtlich alles abgesichert ist“, sagt der Vorsitzende Hubertus Japes. Die geänderten Bestimmungen für Fotos „kommen dann auch noch auf uns zu“.

Alle Daten über Einwohner, die bei der Stadt Bad Münder gespeichert sind, werden nicht an Dritte weitergegeben, wie Christoph Illgen, Datenschutzkoordinator der Stadt, erklärt: „Es wird keine Auskunft über Adressen oder Ähnliches gegeben. Das ist schon lange Standard.“ Zudem sei ein externer Datenschutzbeauftragter für die Sicherheit der Daten verantwortlich. Aufgrund der neuen Verordnung gebe es aber auch für die Stadt Bad Münder noch einiges zu überarbeiten. „Da sind wir aber schon dran“, sagt Illgen zuversichtlich.

Das müssen Vereine beachten:

- Es dürfen nur personenbezogene Daten erhoben werden, die der Verein unbedingt benötigt. Mitglieder müssen darüber informiert werden, welche ihrer Daten gespeichert werden, für welchen Zweck und wer diese einsehen kann. Dazu sollten etwa Aufnahmeformulare überarbeitet werden. Im Internet gibt es dazu Vorlagen.

- Auf Verlangen des Mitgliedes müssen die Daten gelöscht werden.

- Die Daten müssen gesichert sein, etwa durch einen passwortgeschützten PC.

- Die Veröffentlichung von Fotos im Internet bedarf in der Regel der Zustimmung der abgebildeten Personen.

- Es ist sinnvoll, nicht mehr Informationen als nötig zu sammeln und im Internet zu veröffentlichen.



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