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So arbeitet die Polizei im umgebauten Kommissariat

BAD MÜNDER. 24/7. 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche ist die Wache des Polizeikommissariats Bad Münder besetzt. Hier läuft auf, wer Hilfe benötigt, wer ein Verbrechen beobachtet, von hier werden Einsätze koordiniert. Die Wache gilt als Herzstück des Kommissariats an der Angerstraße.

Polizeioberkommissarin Sibylle Bädermann hat am Wachtresen den Überblick. Im Flur nebenan haben die Planer selbst an die Linie gedacht, auf der bei Verdacht auf Alkoholbeeinflussung wichtige Schritte gemacht werden. Fotos: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Doch für rund 18 Monate mussten sich die Mitarbeiter mit einem provisorischen Kunstherz begnügen – der Wachbereich wurde aufwendig saniert.

Verströmte die alte Wache noch – positiv ausgedrückt – den Charme der 1970er Jahre, so ist nach der Sanierung die Polizei in Bad Münder in der Jetzt-Zeit angekommen. Deutlich wird das bereits im Eingangsbereich, ganz deutlich aber am Wachtresen. Das große höhenverstellbare Pult ist so etwas wie die Kommandobrücke der Polizei. Wer daran Platz nimmt und die technischen Möglichkeiten zu nutzen weiß, hat den Überblick. Über das, was um das Kommissariat herum passiert, was im Zellentrakt im Untergeschoss des Kommissariats passiert, was aus polizeilicher Sicht draußen auf den Straßen in Bad Münder, Coppenbrügge und Salzhemmendorf passiert. Im und am Kommissariat sorgt Videoüberwachung dafür, dass der Dienstschichtleiter alles im Blick hat – draußen sind es die Besatzungen der Streifenwagen, mit denen die Wache in Verbindung steht. Auf drei Monitoren lassen sich Einsatzorte und Positionen der Einsatzkräfte darstellen, außerdem jede Menge anderer einsatzrelevanter Details. „Das System, das auch in der Leitstelle verwendet wird“, sagt Einsatz- und Streifendienstleiter Eckard Wiegand-Behmann.

Eine Arbeitsgruppe der Polizei hat den Umbau der Wache vorbereitet und begleitet, und viele Anregungen sind in die tatsächliche Planung eingeflossen. Bislang einmalig im Bereich der Polizeiinspektion ist die digitale Anzeige der Dienstschichten und aktuell eingesetzten Mitarbeiter, die die bisherige Magnettafel ersetzt. „Um zu sehen, welcher Kollege im Kriminalermittlungsdienst zuständig ist, reicht jetzt ein Blick“, sagt Wiegand-Behmann.

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An den Wachraum schließt sich ein Raum mit drei Arbeitsplätzen an. Neu ist ein eigener Raum, in denen ein Arzt bei Verdacht auf Alkohol- oder Drogenbeeinflussung unter Wahrung der Privatsphäre Blut entnehmen kann. Auf Anregung des Arztes gehört auch eine Liege zur Ausstattung – bei der Blutentnahme kommt es schon einmal vor, dass sich jemand hinlegen muss.

Nur einen Raum weiter gibt es einen Besprechungsraum mit Küchenzeile. „Bei Zwölf-Stunden-Schichten am Wochenende tut es schon gut, wenn man sich zwischendurch mal einen Kaffee kochen oder etwas zu Essen wärmen kann“, erklärt Kommissariatsleiter Ulrich Mathies.

Gerade hat er mit der zuständigen Mitarbeiterin des Staatlichen Baumanagements, die die Arbeiten begleitete, letzte Details für die Bereiche besprochen, die nach der 18-monatigen Intensivnutzung als provisorische Wache ebenfalls aufgefrischt werden mussten. Mathies ist voll des Lobes über die Neugestaltung und die Bereitschaft der Planer, auch die von den Mitarbeitern angeregten Details zu berücksichtigen: „Das war eine hervorragende Zusammenarbeit.“



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