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Die neuen Mobiltelefone sind heute so leistungsstark wie vor einigen Jahren noch große Computer

Smartphones – immer flacher, immer smarter

Groß, flach und verdammt schnell: Mehrere Handyhersteller haben auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas neue Spitzen-Smartphones angekündigt. Fast alle Geräte laufen mit dem Google-Betriebssystem Android. Ob sie nach Deutschland kommen, ist aber in einigen Fällen noch unklar. So oder so: Was die nächste oder übernächste Handy-Generation bieten wird, zeichnet sich bereits ab: Doppelkern-Prozessor, Kamera mit mindestens acht Megapixeln, Empfang des neuen Mobilfunkstandards LTE. Damit sind die kleinen Alleskönner so leistungsfähig wie vor einigen Jahren noch vollwertige PCs.

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Autor:

Christof Kerkmann

Sony Ericsson richtet sich mit dem Xperia arc vor allem an Foto- und Videofans. Die HD-fähige Kamera des Gerätes hat eine Auflösung von acht Megapixeln, der Exmor-R-Sensor soll auch bei schwachem Licht für eine gute Bildqualität sorgen. Dank eines digitalen HDMI-Anschlusses werden Fotos und Videos leicht auf Geräte wie Fernseher übertragen. Als eines der ersten Smartphones überhaupt hat das Xperia arc die Android-Version 2.3 installiert. Der Name „arc“ weist übrigens auf das geschwungene Gehäuse hin, das an der schlanksten Stelle nur neun Millimeter dünn ist und damit auch in der Hemdtasche kaum aufträgt. In Deutschland soll das Gerät im ersten Quartal für rund 600 Euro ohne Vertrag auf den Markt kommen.

Motorola bietet mit seinem neuen Android-Handy Droid Bionic gleich zwei Superlative: Es hat einen Zweikern-Prozessor und unterstützt den neuen Mobilfunkstandard LTE, der deutlich höhere Geschwindigkeiten ermöglicht als UMTS. Allerdings dürfte dieses Feature auch viel Strom verbrauchen. Deswegen hat Motorola dem Gerät einen großen Akku mit 1930 Milli-Amperestunden (mAh) spendiert – gängige Aggregate haben rund 1500 Milli-Amperestunden. In den USA hat das zwischenzeitlich abgeschriebene Unternehmen mit seinem Android-Handy ein Comeback gefeiert, daher sind die Erwartungen an das Droid Bionic hoch. Zu einer Markteinführung in Deutschland äußerte sich die Firma nicht.

Auch das Optimus 2x von LG hat ein Doppelherz von Nvidia, den Prozessor Tegra 2. Die Koreaner reklamieren für sich, das erste Handy dieser Art auf den Markt zu bringen – sie sprechen selbstbewusst vom „ersten und schnellsten Doppelkern-Smartphone“. Es soll sowohl hochaufgelöste Inhalte als auch Flash-Videos ohne Ruckeln abspielen. Wann das Gerät nach Deutschland kommt, ist noch nicht bekannt.

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Das Samsung-Gerät Infuse 4G fällt schon wegen seines Displays auf – es ist 4,5 Zoll groß, verspricht dank AMOLED-Technologie eine sehr klare Darstellung und ist durch besonders robustes Glas geschützt. Anders als der Name nahelegt, unterstützt es allerdings nicht LTE, sondern geht mit dem schnellen UMTS-Standard HSPA+ ins Internet. Im Inneren arbeitet ein 1,2-Gigahertz-Prozessor. In den USA ist das Gerät ab dem ersten Quartal erhältlich. Eine an Europa angepasste Variante dürfte das Unternehmen im Februar auf dem Mobilfunk-Kongress in Barcelona vorstellen.

Die Smartphones sind in Deutschland bereits auf dem Weg, einfache Handys zu überholen. Laut einer Studie wollen sich dieses Jahr 16 Prozent der Verbraucher einen leistungsfähigen Mini-Computer kaufen, nur 9 Prozent planen die Anschaffung eines Gerätes ohne viele Zusatzfunktionen. Das hat die Unternehmensberatung Accenture in einer repräsentativen Befragung unter 1000 Deutschen ermittelt.

„Der Generationswechsel bei der Unterhaltungs- und Verbrauchertechnologie kommt in Gang“, sagte Accenture-Manager Nikolaus Mohr. Bis klassische Handys verdrängt sind, wird es aber noch eine Weile dauern. Diese Geräte seien sehr weit verbreitet, berichtete Accenture: Ein Smartphone hat zwar immerhin bereits ein Viertel der Nutzer in der Tasche, ein normales Handy besitzen aber bis heute noch rund 71 Prozent.

Die neuesten und tollsten Handy-Modelle legen beim Tempo noch nach, werden noch größer, bleiben aber schlank. Meist arbeiten sie mit dem Betriebssystem Android. Zu sehen waren sie jetzt bei einer Messe in Las Vegas.

Das schlanke Xperia arc von Sony Ericsson trägt auch in der Hemdtasche kaum auf.

Leistungsstark:

Motorola hat seinem neuen Android-Handy Droid Bionic einen Zweikern-Prozessor

verpasst.

Fotos: dpa



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