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Sport und Show als Publikumsmagnet / Bartgo/Bengsch auf der Fahrt zum Gesamtsieg

Six-Days locken erneut die Massen in die Bremen-Arena

„Wir sind extra aus Hannover angereist, um beim größten 6-Tage-Rennen der Welt hautnah dabei zu sein. Hier treffen Sport und Show zusammen und verschmelzen zu einem Power-Package par exellence“, schwärmte Anja, die sich mit ihrem Mann tapfer bis zur Halle 4 durchgekämpft hatte.

Sixdays-Liebling Robert Bartko (schwarzes Trikot/rechts) – zweifacher Olympiasieger von Sydney 2000, mehrfacher Weltmeiste

Hier steppte bereits um 19.30 Uhr der Bär, als das Chaos-Team das Showprogramm eröffnete. Im 45-Minuten-Takt sorgten unter anderem noch „Live Sensation“ und „Geier Sturzflug“ für ausgelassene Stimmung.

Während die bis zu 10 000 Euro teuren Carbon/Aluminium-Räder über die Bahn schossen – und das ohne Schaltung und Bremsen – sprachen wir am Bühnenrand mit Liz Mitchell über den plötzlichen Tod von Bobby Farrell, der am 30. Dezember letzten Jahres im Alter von 61 Jahren in Sankt Petersburg verstarb.

„Obwohl wir uns seit 20 Jahren nicht mehr gesehen haben, muss ich bei meinen Auftritten dauernd an Bobby denken. Wir haben in unserer musikalischen Hochzeit viel zusammen erlebt, waren alle wie eine Familie. In meinem Herzen wird er weiterleben“, erklärte uns eine sichtlich ergriffene Liz Mitchell vor ihrem Auftritt.

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Doch das Motto „The Show Must Go On“ gilt auch für die gebürtige Jamaikanerin, die kurze Zeit später mit ihren beiden Background-Sängerinnen das gefühlvolle A-Capella-Stück „Amazing Grace“ anstimmte. „Hooray! Hooray! It’s Holi-Holiday” hieß es danach, als die 58-jährige Sängerin ein „best of“ der Boney M.-Hits folgen ließ. „Daddy Cool“, „Ma Baker“, „Sunny“, „Brown Girl In The Ring“ – was für eine Stimme, was für eine Bühnenpräsenz. Da wagte selbst das führende Team Robert Bartko und Robert Bengsch einen kurzen Blick auf die Bühne.

Auch am Samstag war der Auftritt von Bartgo und Bengsch wieder so beeindruckend, dass schon ein kleines Wunder geschehen müsste, um sie von Platz eins zu verdrängen.

Noch führen die beiden „Roberts“ in ihren „swb-Trikots“, wer letztendlich heute auf dem Siegertreppchen stehen wird, bleibt jedoch abzuwarten.

Veranstalter Frank Minder von der Bremer Sport Marketing (BSM) rechnet auch in diesem Jahr mit insgesamt rund 125 000 Zuschauern. Fraglich ist derzeit noch, ob die BSM auch das Rennen im kommenden Jahr ausrichten wird. Die Stadt Bremen hat die Vergabe neu ausgeschrieben, eine Entscheidung wird voraussichtlich erst am 19. Januar fallen.

Übrigens: Das erste 6-Tage-Rennen mit Zweier-Mannschaften fand bereits 1899 im New Yorker „Madison Square Garden“ statt, zunächst sechs Tage lang ohne Unterbrechung. Aufgrund der enormen Belastung der Fahrer und eines veränderten Zuschauerverhaltens finden Rennen mittlerweile nur noch während der Abendstunden statt. In Deutschland fand das erste Rennen am 15. März 1909 in den Ausstellungshallen am Berliner Zoo statt.

Hoffen wir, dass es 2012 auch wieder heißt: „The Show Must Go On“ – „wie, wann, wo“ – das steht leider in den Sternen – und die sagen zurzeit noch nicht die Wahrheit.

Auf jeden Fall wäre es schön, wenn die Sixdays auch einmal in Hannover stattfinden würden – schaun ma mal.

Das Chaos- Team mit zwei hübschen Chaotinnen. Jürgen (links), Sascha, Michi (links) und Steffi.

Liz Mitchell mit ihrem Tänzer Tony auf Kuschelkurs.

Geier Sturzflug kurz vor ihrem Auftritt.



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